Mutter schreibt Wut-Brief an Minister Faßmann

Chaos an Schulen

Mutter schreibt Wut-Brief an Minister Faßmann

Die Wiener Mutter Anna S. spricht Klartext: 'Diese Situation ist untragbar'

Österreichs Schulen drohen im Corona-Chaos zu versinken. Rund 3.600 Corona-Verdachtsfälle sind bisher österreichweit gemeldet worden. Positiv wurden 372 Schüler und 58 Lehrer getestet. Schon jetzt wackelt das System. Hauptgrund: Die Tests dauern zu lang.
Viele Eltern sind verzweifelt und empört. Eine Mutter hat sich nun in einem offenen Brief an Bildungsminister Heinz Faßmann gewandt und dabei ihrer Wut freien Lauf gelassen. 
 

Kein Konzept

„Als alleinerziehende Mutter von 3 Kindern habe ich mit großem Interesse verfolgt, was in den letzten 6 Monaten im Bereich „Bildung“ in Österreich passiert oder eher NICHT passiert ist“, beginnt Anna S. ihr Posting. „Aber jetzt 2 Monate nach Schulschluss und 2 Wochen nach Schulbeginn frage ich mich nun ernsthaft, was Sie und Ihr 2000 Personen umfassendes Team im Bildungsministerium in den letzten Monaten so getrieben haben... Ist tatsächlich das einzige „Konzept“, das sie uns Steuerzahlern vorzulegen haben eine „Ampel“, die nicht greift? Oder gibt es eventuell etwas, dass wir nicht wissen?“
 
Die 43-jährige Mutter vermisst ein klares Konzept. „Es erschließt sich mir, auch nach hartnäckigen Nachfragen bei Lehrern, Direktoren und Gesundheitsbehörde NICHT, was genau das „Konzept“ für den Schulstart ist.“ Dabei fuhrt die Mutter einige Beispiele an. „Tochter 1 steht seit gestern 23 Uhr unter Quarantäne, weil ein Kind ihrer Wahlpflichtklasse erkrankt ist. Allerdings stehen nicht die Kinder unter Quarantäne, die mit dem betroffenen Schüler Turnunterricht hatten... Es obliegt MEINER Verantwortung, laut Schule, ob und wie lange ich mein Kind „beobachte“ oder sie testen lasse..“
 

"Situation ist untragbar"

Die dreifache Mutter fordert Faßmann dazu auf, dringend etwas zu ändern. „Bitte um KONKRETE Ansätze und Lösungsvorschläge! Diese „Zwischensituation“ ist UNTRAGBAR vor allem für Berufstätige und Alleinerziehende! Sie können die Verantwortung NICHT SCHON WIEDER uns Eltern umhängen!“
 


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