Nacht der langen blauen Messer gegen Strache

FPÖ-Länder wollten Strache-Rücktritt

Nacht der langen blauen Messer gegen Strache

Bis in die Nachtstunden rang die FPÖ um die Entscheidung. Burschenschafter gegen Strache.

"Wer so dumm ist, muss gehen", sagte ein FP-Burschenschafter ÖSTERREICH gleich am Freitagabend. Zwei Minister des FPÖ-Teams wollten ebenfalls gleich den Rücktritt von Heinz-Christian Strache. Das Video sei "zu viel, sonst fliegen wir aus der Regierung".

Strache sitzt mit FPÖ-Innenminister Herbert Kickl, seinem jetzigen Nachfolger Norbert Hofer und FP-Strategen zusammen.

Der FP-Chef will nicht gehen. Das habe "Silberstein oder der Mossad" gemacht, üben sich einige Blaue in dieser Nacht der langen blauen Messer in typischen Verschwörungstheorien. Auch Strache sieht sich als Opfer. Dabei weiß er bereits seit Mittwoch Bescheid. Er sitzt da im Aufenthaltsraum des oe24.TV-Studios und wartet auf seine Frau Philippa, die gerade ein Interview gibt. Nervös telefoniert er über "den Joschi und den Norbert", die er gleich treffen muss.

Haimbuchner fordert das Aus von Strache als Chef

Russland. Einer, der Strache, Gudenus und Hofer immer vor der Russland-Connection gewarnt hatte, Oberösterreichs FP-Chef Manfred Haimbuchner, lässt FPÖ-intern mitteilen, dass er für das Aus von Strache als Vizekanzler sei.

Hofer argumentiert, dass die ÖVP die Koalition sonst platzen lassen wolle. Er strebe aber natürlich nicht den Chefposten an. Kickl schäumt. Er warnt, dass Kurz ohnehin Neuwahlen wolle. Bis Samstag um 8 Uhr früh ist unklar, ob Strache geht. Um 9 Uhr gibt er den Seinen Bescheid: Er zieht sich zurück.

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