Papa-Monat: Nur 10 Tage, dafür bezahlt

Spektakuläre Wende in Brüssel

Papa-Monat: Nur 10 Tage, dafür bezahlt

Die EU hat sich auf einen Papa-Urlaub geeinigt – der soll aber nur 10 Tage dauern.

Wien. Erstmals seit Monaten war durch Sozialministerin Beate Hartinger-Klein die traute Koalitionseinigkeit auf den Prüfstand gestellt worden – die FPÖ-Politikerin forderte den Rechtsanspruch auf einen (unbezahlten) Papa-Monat.  Die ÖVP – die jede Belastung der Wirtschaft ablehnt – reagierte kühl.

Bezahlt. Am Dienstag dann eine spektakuläre Wende – und zwar in Brüssel: EU-Staaten und Parlament einigten sich auf eine Art „Papa-Urlaub“: Konkret soll es für Väter nach der Geburt ihres Kindes einen Vaterschaftsurlaub von mindestens 10 Tagen geben, der in Höhe des Krankengeldes vergütet wird – also bezahlt. Ebenfalls neu: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen künftig Anspruch auf jeweils fünf Tage pro Jahr für Pflegetätigkeiten haben. Fix ist das nicht, sowohl Parlament als auch Rat müssen zustimmen.

In Österreich hat die ÖVP jedenfalls das Thema jetzt einmal auf die lange Bank geschoben. Man werde in der Koordinierung darüber reden. Mit einer baldigen Einigung rechnet man auf der türkisen Seite der Koalition allerdings nicht…

(gü)



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