Alexandra Föderl-Schmid

Fall fürs Parlament

Attacken gegen Föderl-Schmid: FPÖ-nahe Plattform im Visier

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Ein "Alternativ-Medium" agitierte besonders gegen SZ-Vize-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid. Die Spuren führen zur FPÖ und sorgen nun für Aufregung in heimischen Parteien.

Es ist eine Online-Plattform, die wohl außerhalb ihrer Blase länger unbemerkt blieb. Im Fall von Ex-Standard und SZ-Vize-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid fiel „Der Status“ aber plötzlich auf. Das Online-Portal polterte übel gegen die prominente Journalistin – auch nachdem sie vermisst wurde.

Föderl-Schmid wurde erfreulicherweise lebend gefunden. Aber „Der Status“ gerät nun selbst ins Visier. Das profil berichtet, dass nur ein „Briefkasten am Opernring“ angegeben sei. Bei der „Hetzjagd wegen angeblicher Plagiatsvorwürfe“ sei auch eine „FPÖ-Mitarbeiterin vorne mit dabei“ gewesen“, so das profil. Diese arbeitet für „Der Status“ und für FPÖ-Abgeordnete im Parlament. Wer finanziert diese Plattform?

Ex-Identitäre mit offener Rechnung mit Föderl-Schmid

Die konkrete Mitarbeiterin, die für zwei blaue Mandatare arbeitet, postete auf Twitter nun auch eine wohl sehr persönliche Abrechnung mit Föderl-Schmid. Diese sei Chefredakteurin gewesen als der Standard über sie berichtet hatte, dass sie in der ersten Reihe an einer Demo der Identitären teilgenommen hatte. Zudem zeigte sie sich unzufrieden mit der damaligen Bildauswahl. Und wie in diesen Sphären üblich, sieht sie sich als Opfer einer vermeintlichen "Hetzjagd".

Parteien wollen wissen, wer das "Medium" finanziert

Die betreffende FPÖ-Mitarbeiterin war übrigens einst auch Chefredakterin des "Wochenblick", der auch für seine extrem rechte Linie und gnadenlosen Umgang mit politischen Kritikern bekannt war.

Einige Parteien im Parlament wollen jetzt jedenfalls wissen, wer dieses "Alternativ-Medium" finanziert. Auf der Seite prangt jedenfalls ein Inserat der FPÖ-Parteiakademie.

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