Töchter raus aus Hymne? Abfuhr für Kickl-Forderung

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Töchter raus aus Hymne? Abfuhr für Kickl-Forderung

Die „Töchter“ bleiben im gesetzlich festgelegten Text der Bundeshymne.

Wien. Als einer der erste Vorhaben als Kanzler wolle er die „Töchter“ aus dem offiziellen Text der Bundeshymne streichen, tönte FPÖ-Chef Herbert Kickl Mittwochabend in der ZiB2 – doch Kickl hätte dafür gar keine Mehrheit. Frauenministerin Susanne Raab ÖVP spricht gegenüber ÖSTERREICH von einem „ewig gestrigen Frauenbild“: „Dass Herr Kickl Frauen aus der Bundeshymne entfernen will, zeigt, was er von den Leistungen von Frauen und unseren Töchtern für unser Land hält: nämlich nichts.“

Auch SPÖ-Frauen-Chefin Eva-Maria Holzleitner lässt Kickl abblitzen: „Im Jahr 2023 sollte es selbstverständlich sein, dass die Hälfte der Bevölkerung in der Bundeshymne auch sprachlich abgebildet ist.“

Kickls Plan ärgert die Grünen ganz besonders, Frauensprecherin Meri Disoski sagt. "Herbert Kickls Ankündigung, ,Töchter’ aus der österreichische Bundeshymne streichen zu wollen, ist nicht nur infantil. Diese Wunschvorstellung ist auch erneuter Ausdruck des patriarchalen Steinzeitdenkens des Freiheitlichen Parteichefs und ein Schlag ins Gesicht aller österreichischen Frauen, die derzeit mehr als 50% unserer Bevölkerung ausmachen."

Die Neos und Frauensprecherin Henrike Brandstötter haben ebenfalls keine Freude mit der Idee des FPÖ-Chefs: "Selbstverständlich wollen wir die Bundeshymne in der derzeitigen Form belassen. Dass sich Kickl und seine FPÖ offenbar weigern, die Leistungen der Hälfte der Bevölkerung anzuerkennen, nehme ich zur Kenntnis."