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Warum Maurer nur mit Security ins Parlament durfte

Klimaaktivisten haben am Mittwoch Flugzetteln in den Nationalratssitzungsaal geworfen. Wie seinerzeit der Grünen Sigrid Maurer droht ihnen jetzt Hausverbot. 

Es ist an sich nicht viel passiert an diesem Mittwoch: Die Zettel der Aktivisten von Extinction Rebellion segelten in den Sitzungsaal im Ausweichquartier in der Hofburg, Ordner führten die Rebellen ins Freie, dort wurden von der Polizei Personalien aufgenommen. Strafrechtlich ist das nicht relevant – aber ein Hausverbot für das Hohe Haus, das droht den Aktivisten allemal.

 

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Warum Maurer nur mit Security ins Parlament durfte

Eklat am Mittwoch im Parlament.

 

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Sigrid Maurer
× Sigrid Maurer

Sigrid Maurer als Klubobfrau im Parlament.


Nun, was kaum wer weiß: Eine der „beworfenen“ Politikerinnnen hatte selbst schon Hausverbot im Parlament: Sigrid Maurer war 2010 ÖH-Vorsitzende als sie die Besuchergalerie - damals in eigentlichen Parlamentsgebäude am Ring – erklomm um gegen die Bildungspolitik von Rot-Schwarz zu protestieren. Zettelchen wie die aktuellen Klima-Rebellen waren der damaligen Studentin zu wenig, zu dem Stapel Flugblätter die da geworfen wurden, kam noch lautstarkes „Gebrüll“ wie die APA seinerzeit vermerkte: „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut“, ein typischer Demo-Slogan. Prompt verhängte die Parlamentsdirektion ein 18-monatiges Hausverbot über Maurer.

 

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Maurer
× Maurer

Maurer im Jahr 2010 als sie Chefin der Hochschülerschaft war.


Zutritt nur mit Security

Das führte zu absurden Szenen. Weil Maurer ja schon damals als Chefin der Hochschülerschaft ein offizielles Amt bekleidete, wurde verfügt, dass sie zu offiziellen Terminen nur mit Security sind Hohe Haus dürfe. Maurer selbst reagierte damals belustigt: „Ich führe damit eine gute Tradition fort: Bisher hatten fast alle ÖH-Chefs eine Parlamentssperre.“