Polizei verbietet Corona-Mega-Demo

Trotzdem 10.000 erwartet

Polizei verbietet Corona-Mega-Demo

Sogar ein Verbot dürfte die ­illegale Riesen-Demo heute nicht mehr aufhalten können.

Wien. Viel Aufregung erregte die für heute geplante Mega-Demo der Coronaleugner, über 30.000 Teilnehmer wurden großspurig von Veranstalter Martin Rutter angekündigt. Gestern machte die Wiener Polizei den Verschwörungstheoretikern dann einen Strich durch die Rechnung – und sagte die Kundgebung prompt ab.

Gesundheitsrisiko. Es sei absehbar, dass Abstände nicht eingehalten werden können, auch rechne man mit Gesetzwidrigkeiten in großem Ausmaß. Die Entscheidung zur Absage fiel also „zugunsten des Gesundheitsschutzes aus“, ­erklärte die Landespolizeidirektion Wien gestern.

Illegaler Ansturm. Trotz des Verbots rechnet man laut Innenministerium mit über 10.000 Teilnehmern. Schon im Vorfeld rechneten die Veranstalter damit. „Wir lassen uns unser Grundrecht nicht untersagen! Egal, was sie sagen, wir kommen trotzdem“, heißt es auf einem Flyer der mittlerweile illegalen Kundgebung.

Exekutive rüstet auf. Über 1.500 Polizisten werden in der Wiener City im Einsatz sein. Speziellen Schutz wird es dabei für das Regierungsviertel und andere kritische Bereiche geben. „Wir versuchen, durch die sozialen Medien und aktive Kommunikation die ­aktuelle Gefährdungslage stetig neu einzuschätzen“, heißt es zum Einsatz aus dem Innenministerium.

Blaue Solidarität. Die FPÖ veranstaltet als Reaktion auf das Demoverbot eine legale Kundgebung im Prater. Klubobmann Herbert Kickl will dort als Hauptredner auftreten.

(rej)

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