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Rapid-Eklat: 45 Fragen an Kickl

SPÖ befragt Innenminister Kickl im Parlament. Polizei steht nach Rapid-Eklat unter Beschuss.

Wien. Der umstrittene Polizeieinsatz beim Wiener Derby am vergangenen Sonntag wird spätestens heute zum Fall fürs Parlament. Die SPÖ stellt im Bundesrat – er hat heute die letzte Sitzung im heurigen Jahr – zur umstrittenen stundenlangen Einkesselung von rund 1.300 Rapid-Fans (auch Schwangere und Kinder) am Rand der Südosttangente eine Dringliche Anfrage an den Minister.

Kickl war am Mittwoch noch erkrankt, doch zeigte man sich im Innenressort ­sicher, dass er heute im Bundesrat auftreten wird. Notfalls könnte er sich von von Staatssekretärin Karoline Edtstadler vertreten lassen.

Wie auch immer: SPÖ-Fraktionsführer Reinhard Todt stellte 24 Fragen zum Polizeieinsatz – zusammen mit den Nebenfragen sind es sogar 45. Der Fragekatalog liegt ÖSTERREICH bereits vor. „Ich halte den Polizeieinsatz nicht nur für unverhältnismäßig, er ist sogar der Polizei unwürdig“, so Todt – der kein Rapid-Fan ist. Und das sind die wichtigsten Fragen:

  • Einkesselung. Wie lange dauerte die Anhaltung des „Fan-Marsches“ insgesamt, und von wie viel Uhr bis wie viel Uhr fand sie statt?
  • Zustände. Welche sanitären Einrichtungen standen dabei einerseits den im Einsatz befindlichen Exekutivbediensteten, andererseits auch den „Beamtshandelten“ zur Verfügung?
  • Versorgung. Wie wurde die Versorgung der Exekutivbediensteten bei diesem Einsatz mit Flüssigkeit und Nahrung sichergestellt?
  • Identität. Wie viele Identitätskontrollen fanden dabei statt? Und wie wurden sie durchgeführt?

Die Anfrage wird um 16 Ihr aufgerufen – von Kickl werden Antworten erwartet.

Rapid-Präsident bittet zum Gipfel

Rapid-Präsident Michael Krammer nimmt Wind aus dem Streit mit der Polizei und lädt zu einem Gipfelgespräch zum Thema Sicherheit ein. An dieser Gesprächsrunde sollen die Präsidenten von Austria (Hensel) und Sturm (Jauk), Ligachef Stocker sowie Polizeipräsident Gerhard Pürstl teilnehmen. „Ich denke, es ist Zeit, dass gegenseitige Zurufe auf der medialen Bühne nun ein Ende finden“, so Krammer. „Es geht um den Fußball.“

(gü)


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