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Nach Skandal in Deutschland

Rendi-Wagner fordert Tests in heimischen Fleischfabriken

SPÖ-Chefin will einen "Fall Tönnies" in Österreich verhindern.

"Wir müssen aus den Erfahrungen, die Deutschland jetzt gemacht hat, lernen", meint Pamela Rendi-Wagner im oe24. TV-Gespräch zu den Corona-Ausbrüchen in deutschen Schlachthöfen. Die SPÖ-Chefin fordert, dass das Gesundheitsministerium "jetzt vorsorglich flächendeckend gezielte Stichproben in den österreichischen Schlachthöfen auf Corona durchführen" soll. Denn dort gebe es besondere Rahmenbedingungen, die eine Ansteckung unter den Angestellten begünstigen, meint Rendi. Etwa deren prekäre Unterkünfte: "Das ist ohnehin eine bedenkliche Situation."
 

"Fall Tönnies" in Österreich verhindern

Ein 'Fall Tönnies' muss in Österreich verhindert werden. Gesundheitsminister Anschober soll in Österreichs Schlachthöfen vorsorglich Corona-Tests durchführen, um einen neuen Virus-Ausbruch zu vermeiden", sagte Rendi-Wagner in dem der APA vorliegenden Statement. Die Zahl der Infizierten in der deutschen Fabrik war bis Montagabend auf über 1.500 gestiegen, die komplette Tönnies-Belegschaft stand vorerst unter Quarantäne. Zu Clustern in weit geringerem Ausmaß kam es hierzulande in den vergangen Wochen unter anderem in zwei ostösterreichischen Postverteilerzentren.
 
Der von ihr angesprochene Gesundheitsminister Rudolf Anschober von den Grünen gab vergangenen Mittwoch bekannt, dass an einer breiten Teststrategie für die kommenden Monate gearbeitet werden, die Anfang Juli wirksam werden soll - mit dem Ziel, die Situation rund um Corona unter Kontrolle zu halten. Anfangs des Monats hatte Anschober bereits ein großes Screening bei Menschen mit "schwieriger Lebenssituation" angekündigt, um im in Zukunft neue Cluster zu verhindern - womit auch Arbeitssituationen prekärer Art gemeint waren.
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