China weitet Einfluss in Australiens Bergbauindustrie weiter aus

Im Rennen um begehrte Rohstoffe hat China seinen Einfluss in der australischen Bergbauindustrie weiter ausgebaut. Die staatliche China Railway Materials Commercial Corp schloss Vereinbarungen mit den Eisenerz-Konzernen FerrAus und United Minerals.

Die Chinesen sichern sich damit Lieferverträge im Gegenzug für Finanzierungshilfen an die Australier. Die beiden Bergbaufirmem könnten unter anderem auf Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Vorkommen im entlegenen Pilbara-Bergbaugebiet und den Bau neuer Eisenbahnlinien für den Export hoffen.

80 Prozent von Australiens Eisenerz gehen an China

Rund 80 Prozent von Australiens Eisenerz werden nach China ausgeführt. Im Juni war ein milliardenschwerer Einstieg des staatlichen, chinesischen Aluminiumkonzerns Chinalco bei dem australischen Bergbauriesen Rio Tinto gescheitert. Seitdem versucht China verstärkt, die Abhängigkeit von den australischen Großkonzernen wie auch BHP Billiton zu verringern.

Erst Ende August war der größte chinesische Stahlkonzern Baosteel bei dem australischen Kohle- und Eisenerzkonzern Aquila Resources eingestiegen. Auch Atlas Iron, einer der kleineren Minenbetreiber, verhandelte zuletzt mit chinesischen Investoren. Allerdings ohne Ergebnis, da Atlas derzeit kein frisches Kapital brauche, sagte ein Atlas-Manager der Nachrichtenagentur Reuters.

Auch bei anderen Rohstoffe versuchen die Chinesen verstärkt, auf dem australischen Markt Fuß zu fassen. So einigte sich ebenfalls am Dienstag China Guangdong Nuclear Power Holding auf eine Übernahme des Uran-Schürfers Energy Metals.