Das war ein kurzes Vergnügen mit der Spritpreisbremse. 24 Stunden später schnellen an Österreichs Tankstellen wieder die Preise in die Höhe.
Aufgrund der gestiegenen Rohöl-Preise ist die Spritpreisbremse nach einem Tag schon wieder verpufft. An Österreichs Tankstellen wurden die Preise wieder deutlich erhöht.
Grund ist die Referenz auf die Großhandelsnotierung. Diese ist stark gestiegen, laut Argus kostet die Tonne Diesel aktuell $1,604 pro Tonne, das ist mehr als $200 pro Tonne mehr als am Vortag.
Spritpreisbremse verpufft
Seit 2. April um 12 Uhr ist die gesetzliche Spritpreisbremse in Kraft. Allgemein gilt: Eine Entlastung von insgesamt 10 Cent setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Der Finanzminister senkt die Mineralölsteuer um 5 Cent, während der Wirtschaftsminister die Gewinnmargen der Spritkonzerne um weitere 5 Cent beschränkt.
Verwirrung herrschte aber, weil manche Tankstellen die Preise nicht um 10 Cent nach unten korrigiert hatten. Gegenüber oe24 erklärte das Wirtschaftsministerium: "Es liegt daran, dass ein Durchschnittswert von 27. März bis 1. April herangezogen wird und nicht der momentane Preis."
Erhöhung am Karfreitag
Nach der Senkung kam dann gleich 24 Stunden später am Karfreitag wieder die Teuerung. Der Grund: Aktuell darf drei Mal in der Woche der Preis wieder angehoben werden – Montag, Mittwoch und eben Freitag. Das war heute der Fall.
Wesentlich teurer
Beim oe24-Lokalaugenschein wurde klar: Tanken wurde wieder um bis zu 18 Cent teurer - die Spritpreisbremse ist teils wieder ausgebremst.
Allgemeiner Trend
Der allgemeine Trend zeigt aber: Rund um das Inkrafttreten der Spritpreisbremse sind die Preise österreichweit doch leicht gesunken. Laut aktuellen Preisdaten der E-Control lag der Medianwert für einen Liter Diesel am 2. April bei 2,132 Euro, das ist etwas weniger als am Tag davor (2,199 Euro). Für einen Liter Superbenzin mussten Konsumentinnen und Konsumenten im Schnitt 1,748 Euro bezahlen, am 1. April waren es noch 1,866 Euro gewesen.