Strache: "Kanzler ist Staatsfeind"

Strache im Interview

Strache: "Kanzler ist Staatsfeind"

FPÖ-Chef HC Strache in Teil 2 des großen Interviews zu Asyl-Chaos und Wut-Bürgern.

ÖSTERREICH: Sie haben den Ton in der Flüchtlingsfrage verschärft, sprechen von „Staats-Notstand“ und von Werner Faymann als „Staatsfeind“.

STRACHE: Wir haben eine Situation, wo Merkel und Faymann durch unverantwort­liche, sozialromantische Einladungs- und Willkommenskultur Europa in die größte Krise seit dem Weltkrieg gebracht haben. Europa droht in den Abgrund zu stürzen. Wir haben ja erst den Beginn erlebt. Wenn der Winter endet, werden sich Millionen auf den Weg zu uns machen. Für Österreich muss man heuer über 300.000 Einwanderer erwarten, die alle hier bleiben wollen. Wer das seinem Land antut, der ist ein Staatsfeind.

ÖSTERREICH: Sie sagen: Es kommen 300.000 nach Österreich.

STRACHE: Es kommen vermutlich drei Millionen, vielleicht fünf Millionen – aber 300.000 werden mindestens in Österreich bleiben wollen. Und in dieser Situation haben wir einen Kanzler, der alle Gesetze außer Kraft setzt und Zuwanderer unkontrolliert ins Land lässt. Das sind keine Kriegsflüchtlinge, das sind zu 70 Prozent Zuwanderer aus Pakistan, Afrika, Marokko und Algerien. Unsere Regierung hätte längst das Schengen-­Abkommen aufkündigen müssen. Ich fordere: Unsere Grenze ist zu schließen, wir haben sofort dichtzumachen. Ich fordere auch, dass 3.000 zusätzliche Grenzpolizisten eingestellt werden, die un­sere Grenze gemeinsam mit dem Bundesheer schützen.

ÖSTERREICH: Sie fordern auch einen Zaun?

STRACHE: Selbstverständlich. Aber nicht diesen lächer­lichen Spaß-Zaun, den ich einen Hasenstall-Zaun nenne. Sondern einen Hochsicherheits-Zaun, wie ihn Israel und Ungarn um viel weniger Kosten errichtet haben.

ÖSTERREICH: Sie wollen das ganze Land mit Stacheldraht einzäunen?

STRACHE: Herr Fellner, hören Sie auf, meine Vorschläge ins Lächerliche zu ziehen und sich über den Zaun lustig zu machen. Kein Mensch fordert einen Zaun ums ganze Land, sondern ich will einen Sicherheits-Zaun an der Süd- und Ost-Grenze. Dort wo die Illegalen hereinströmen. Wenn Sie mit dem Herrn Faymann auf lustig herumblödeln, okay. Aber bitte kommen Sie MIR nicht so. Es ist nämlich Schluss mit lustig. Die Regierung gibt seit Monaten Heer und Exekutive rechtswidrig den Befehl, ein Begrüßungs-Komitee zu sein, statt Sicherheitsaufgaben zu erfüllen.

ÖSTERREICH: Wird das Asyl-Chaos so dramatisch, dass es zu Neuwahlen kommt?

STRACHE: Ich bin mir sicher, dass der Druck der Bevölkerung so groß wird, dass diese Regierung zurücktreten muss und wird. Die Bevölkerung wird auf die Straße gehen, es wird Demos geben. Es wird Neuwahlen geben und eine neue Regierung, die sicherstellt, dass sie die Sorgen der Menschen ernst nimmt.

ÖSTERREICH: Das ist dann eine FPÖ-Regierung.

STRACHE: Eine Regierung mit der FPÖ und mit mir als Kanzler.

Wolfgang Fellner

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