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1. Interview über Hassposter auf oe24.TV

Tajana Gudenus bricht ihr Schweigen

Mit Wolfgang Fellner sprach Tajana Gudenus auf oe24.TV über ihren Stalker & Anzeige.

Wolfgang Fellner: Der Anlass, weshalb Sie bei mir sind, ist die Attacke eines Stalkers, der Sie online bedroht, richtig?
 
Tajana Gudenus: So ist es. Normalerweise bin ich bei Medien zurückhaltender, aber nur bei dem Thema konnte ich mich nicht zurückhalten. Zum einen, weil ich mit Hass im Netz schon seit Jahren konfrontiert bin, eigentlich seitdem ich mit Johann zusammen bin beziehungsweise das öffentlich bekannt ist. Zweitens geht es nicht nur mir so, sondern auch sehr vielen anderen, vor allem Frauen, aber auch vielen Kindern und Jugendlichen. Ich finde, dass man in so einer Situation sich nicht einschüchtern lassen darf, sondern aktiv dagegen auftreten muss.
 
Fellner: Wie werden Sie bedroht? Auf Facebook?
 
Gudenus: Auf Instagram. Dieser Mensch hat über mehrere Fakeprofile versucht, mich zu erreichen und mir mehrmals bösartige Nachrichten geschrieben. In allen Fällen davor hat er aber meine Kinder noch nicht hineingezogen. Deswegen habe ich die Nachrichten – so wie immer – einfach gelöscht und die Person blockiert. Dieser jetzt war aber sehr hartnäckig und hat jedes Mal ein neues Profil erstellt. Über Jahre hinweg habe ich gelernt, das Ganze zu verdrängen, und immer wenn ich von solchen Hasspostern Nachrichten erhalten habe, habe ich alles gelöscht. Nur kann man das leider aus dem Gedächtnis nicht so einfach löschen, und das hat schon eine Nachwirkung in der Psyche. Das ist das, was viele unterschätzen, und damit ist auf jeden Fall nicht zu scherzen.
 
Fellner: Sie haben Anzeige erstattet. Aber es ist schwer, sich dagegen zu wehren. Was fordern Sie von der Politik?
 
Gudenus: So ist es, und ich weiß, dass jetzt die Initiative gegen Hass im Netz gestartet wird. Ich hoffe, dass den Worten bald Taten folgen. Meines Wissens gibt es momentan nur eine Erklärung, aber noch keinen Gesetzesentwurf. Dabei ist das Thema sehr alt, und es gibt viele Betroffene. Ich hoffe, dass sie einen Weg finden, die Opfer des Cybermobbings zu schützen und auch mit den Großkonzernen wie Facebook in Kontakt zu treten.
 
Fellner: Durch das Ibiza-­Video sind Sie im letzten Jahr durch die Hölle gegangen. Woher nehmen Sie die Kraft?
 
Gudenus: Das frage ich mich auch. Als das Video herausgekommen ist, war ich im 5. Monat schwanger und ich habe das absolut nicht kommen sehen. Es hat mich überrascht, es hat mich entsetzt. Und man wird medial vorverurteilt.

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