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Zugangsbeschränkung

Leitl will Uni-Plätze für die Besten

Der Wirtschaftskammerpräsident hat etwas für einen beschränkten Zugang übrig und für Studiengebühren.

Für einen beschränkten Zugang zu limitierten Plätzen und die Wiedereinführung der Studiengebühren hat sich am Sonntag Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl ausgesprochen. Es spreche nichts dagegen, dass "Kinder einen Beitrag für ihre Ausbildung leisten", meinte er Sonntag in der ORF-"Pressestunde". Wenn das sozial nicht möglich sei, könne man es mit Studienbeihilfen abfangen. Aber Leitl sieht nicht ein, warum Kindergärten - wo teilweise Beiträge zu zahlen sind - schlechter gestellt sind als Studierende.

Plätze nur für die Talentierten
Angesprochen auf die derzeitigen Studentenproteste meinte Leitl, man dürfe den jungen Menschen "nicht ein X für ein U" vormachen. Man müsse klar sagen: "Wir haben gewisse Ressourcen, wir haben Talente, diese sollten die Ressourcen nützen." Die Universitäten selbst sollten definieren, welche Studienplätze sie - mit garantierter Qualität - anbieten können. Und diese limitierten Plätze sollten die Bestqualifizierten und Talentierten bekommen. Außerdem dürfe Österreich nicht zu einem "Auffanglager" für in anderen Ländern abgewiesene Studenten werden.

Auch ÖVP-Chef Josef Pröll will den Universitäten nicht mehr Geld zukommen lassen - mehr dazu hier.

Studium bedeutet nicht Job
Das Angebot an den Unis solle zwar nicht nur am Kosten-Nutzen-Verhältnis orientiert sein - und ein junger Mensch, der z.B. Amerikanistik oder Anglizistik studieren wolle, sollte daran nicht gehindert werden. Er dürfe dann aber nicht "kommen und sagen, die Gesellschaft ist verpflichtet, mir einen Job zu geben".

Insgesamt vermisst Leitl im Bildungsbereich ein ganzheitliches Konzept. Österreich dürfe nicht weiter zurückfallen, sondern müsse sich bemühen, das beste Bildungssystem der Welt zu haben. Die Sozialpartner hätten vor zwei Jahren ein Konzept vom Kindergarten bis zum lebenslangen Lernen vorgelegt, das seither aber in der Schublade liege, ärgerte sich der Wirtschaftskammer-Präsident.



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