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Buchhaltungsskandal

Verdacht auf Geldwäsche über Raiffeisen

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Im Buchhaltungsskandal sollen 8,5 Millionen Euro auf einem Konto der RLB-Tochter "Privatbank AG" gelandet sein.

Im Betrugsskandal rund um die Bundesbuchhaltungsagentur hat es eine Verdachtsmeldung in Richtung Geldwäsche gegeben. 8,5 Millionen Euro sind laut Korruptionsstaatsanwaltschaft auf dem Konto eines Kunden der RLB-Tochter "Privatbank AG" in Oberösterreich gelandet.

Paar Millionen verschwunden
Offenbar ist nur ein kleiner Teil der verschwundenen 16,5 Millionen Euro bei der Schulungsfirma "Venetia" angekommen. Laut "profil" erhielt das Unternehmen 3,6 Millionen Euro. Wo das restliche Geld geblieben ist, wird noch untersucht. Gegen Banken gibt es derzeit aber keinerlei Erhebungen.

Steuergeld zur Selbstbedienung
Ob der in U-Haft sitzende BHAG-Beamte, der Millionen illegal von Konten der Republik per Telebanking an Privatempfänger verschoben hat, selbst Geld eingestreift hat, kann das Büro für interne Angelegenheiten noch nicht sagen. Außerdem prüft das BIA, ob der ebenfalls festgenommene Wiener Anwalt als Treuhänder für einen Schweizer Finanzvermittler fungiert hat. Ermittelt wird in Österreich, Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz.

Bekannt wurde der Betrugsskandal nach der Festnahme des beschuldigten BHAG-Mitarbeiters und des "Venetia"-Geschäftsführers am 31. Jänner, beide sind grundsätzlich geständig. Dem Beamten wird neben dem illegalen Geld-Transfer vorgeworfen, widerrechtlich Schuldscheine der Republik ausgestellt zu haben, "Venetia" war einer der Nutznießer. Am 5. Februar wurde ein Wiener Anwalt als dritter Verdächtiger verhaftet, er soll für den "Vertrieb" der Schuldscheine gesorgt haben. Laut Korruptionsstaatsanwaltschaft gibt es gegen eine vierte Person gezielte Ermittlungen.

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