Wolfgang Fellner Kommentar "Das sagt Österreich"

Wolfgang Fellner

Das sagt Österreich

2012 war ein gutes Jahr – 2013 wird spannend 

Hurra, wir leben noch! Der Welt-Untergang war – no na – ein Scherz. Jetzt regiert die Freude auf Weihnachten und aufs neue Jahr.

Auch wenn der Maya-Kalender ein Flop war – politisch stehen wir 2013 vor einer Zeitenwende.

Unsere Politiker waren 2012 besser als ihr Ruf: Der Euro-Crash wurde abgewendet. Das Horror-Szenario der Griechen-Pleite traf nicht ein.

In Österreich wurden – trotz aller berechtigten Kritik – in den letzten Monaten so viele Probleme gelöst wie lange nicht: Vom Transparenzgesetz für die Parteifinanzen, bis zur gerechten Aufteilung der Asyl-Suchenden, von mehr Geld für die Ganztagsschule bis zum Spekulationsverbot. Es war ein gutes Jahr – trotz des politischen Horrors von Strasser bis Burgstaller und Scheuch.

Im neuen Jahr folgt das große Reinemachen: Die Prozesse von Graf Ali bis Strasser werden zeigen, wie tief wir in die Korruption versunken sind. In Salzburg und Kärnten werden die Wähler als Erste mit ihren Schamlos-Politikern abrechnen. Dann folgt womöglich ein Erdbeben bei der Nationalratswahl.

In Wahrheit wird die große Frage des neuen Jahres aber sein: Schaffen wir den Aufschwung? Vermeiden wir endgültig den Euro-Crash? Gelingt endlich ein Polit-Jahr ohne Skandale und mit Reformen?

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