Jenseits kurzfristiger Konjunkturzyklen sorgt der gemeinnützige Wohnbau für Planungssicherheit, regionale Wertschöpfung und kontinuierliche Beschäftigung. Gerade im Zusammenspiel mit klein- und mittelständischen Betrieben entfaltet er seine Wirkung dort, wo Investitionen langfristig gebraucht werden
Gemeinnütziger Wohnbau bedeutet weit mehr als neue Wohnungen zu errichten. „Gemeinnütziger Wohnbau bedeutet mehr als Häuser zu bauen – er bedeutet Verantwortung für Regionen, für Menschen und für die Zukunft unserer Gemeinden,“ betont Isabella Stickler, Obfrau der ARGE Eigenheim und Obmann Stellvertreterin des GBV Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen. Gerade im ländlichen Raum zeigt sich, wie stark diese Verantwortung wirkt – wirtschaftlich wie sozial.
KMU als unverzichtbare Partner vor Ort
Unverzichtbar sind dabei die klein- und mittelständischen Unternehmen (KMUs) vor Ort. Ob Installateur, Elektriker, Baumeister oder Planungsbüro – sie sind die starken Partner der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft. Besonders bei Sanierung und laufender Instandhaltung bringen sie Qualität, Nähe und Know-how direkt in die Regionen – und sichern gleichzeitig Arbeitsplätze und Wertschöpfung, genau dort, wo sie gebraucht werden. „Unsere klein- und mittelständischen Partner vor Ort sind unverzichtbar: Sie sichern Arbeitsplätze, bringen Know-how in die Regionen und machen Sanierung und Instandhaltung erst möglich,“ so Stickler.
Milliardeninvestitionen mit regionaler Wirkung
Das Sanierungsvolumen der gemeinnützigen Wohnbauträger im Jahr 2024 betrug rund 1,4 Milliarden Euro: Etwa 6.800 Wohnungen wurden thermisch saniert, und 6.600 Wohnungen wurden von fossilen auf klimafreundliche Heizungssysteme umgerüstet. Parallel entspricht die Neubautätigkeit der gemeinnützigen Bauvereinigungen einem geschätzten Investitionsvolumen von 3,2 Milliarden Euro.
Klimaziele brauchen regionale Stärke
Dieser Beitrag wird in Zukunft noch wichtiger. Mit der EU-Gebäuderichtlinie und steigenden Anforderungen an Energieeffizienz wird die Sanierung des Bestands zu einer zentralen Aufgabe. Ohne leistungsfähige, regional verankerte KMU lässt sich diese Herausforderung nicht meistern. Die gemeinnützigen Bauvereinigungen setzen deshalb bewusst auf langfristige Partnerschaften – mit Unternehmen, die Nähe zu den Objekten und den Menschen haben, für die sie bauen. „Die Herausforderungen der Klimaziele und der EU-Gebäuderichtlinie zeigen: Ohne starke, regional verankerte Betriebe geht es nicht. Gemeinsam sichern wir die Zukunft des Wohnbaus – und der Regionen,“ erklärt Stickler.
Ein stabiler Anker für die Bauwirtschaft
Mit über einer Million Wohnungen ist der Bestand der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft ein stabiler Anker für die Bauwirtschaft. Während Neubauten konjunkturellen Schwankungen unterliegen, sorgen Sanierung, Modernisierung und Instandhaltung für kontinuierliche Aufträge, Planungssicherheit und stabile Arbeitsplätze – vor Ort, in den Regionen, für Österreich. „Über eine Million Wohnungen sind mehr als nur Wohnraum – sie sind ein stabiler Anker für die Bauwirtschaft, für kontinuierliche Aufträge und sichere Arbeitsplätze in ganz Österreich,“ so Stickler weiter.
Regionale Wirtschaftskreisläufe stärken
Rot-Weiß-Rot ist nicht nur ein Bekenntnis zu Österreich – es ist ein Bekenntnis zu den Regionen, zu heimischen Betrieben und zum österreichischen Wirtschaftsstandort. Gerade die klein- und mittelständischen Unternehmen vor Ort sind unverzichtbare Partner, wenn es um Sanierung, laufende Instandhaltung und den Klimaschutz im Wohnbau geht. Der gemeinnützige Wohnbau zeigt, wie das geht: Er schafft leistbaren Wohnraum, stärkt die regionale Wirtschaft und sichert Jobs. Jede Investition bleibt dort, wo sie gebraucht wird. „Rot-Weiß-Rot steht nicht nur für unser Land, sondern für die Regionen, für heimische Betriebe und für einen starken Wirtschaftsstandort. Der gemeinnützige Wohnbau ist der Beweis, dass Investitionen dort wirken, wo sie gebraucht werden,“ unterstreicht Stickler.