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Unbefriedigende Zahl

Zu wenig Sex in Österreich?

Die jährlichen Sex Reports zu Jahresbeginn sind fast schon eine Tradition hierzulande. Egal, ob Sex Toy Hersteller oder Partnerbörse: Jedes Jahr befragt man Männer und Frauen zur Häufigkeit, zu Erwartungen und zu ihren Vorlieben im und rund ums Bett.  

Die Ergebnisse für dieses Jahr sind etwas unbefriedigend, denn zwischen der Idealvorstellung von 15 mal pro Monat und der tatsächlichen Häufigkeit klafft eine beachtliche Lücke. Aber haben die Menschen wirklich zu wenig Sex oder handelt es sich eher um ein Problem des Erwartungsmanagements? Wer gezielt nach mehr Abwechslung sucht, setzt dabei zunehmend auf Plattformen für Casual Dating wie C-Date, die unverbindliche Begegnungen erleichtern. 

Sex: Häufigkeit und Wunschvorstellung in Österreich

Es sind vor allem Italiener und Spanier, denen man zuschreibt, feurige und leidenschaftliche Liebhaber zu sein. Österreicher hält man in dieser Hinsicht für eher gemütlich. Eine Fehleinschätzung, wie eine repräsentative Umfrage, basierend auf mehr als 6.000 Interviews, ergab. So berichten 7 von 10 Befragten, mit ihrem Sexleben zufrieden zu sein. Rund 8 mal haben Menschen in der Alpenrepublik pro Monat Sex, was im Grunde gar nicht so schlecht ist. Problematisch ist nur, dass ein Großteil der sexuell Aktiven angibt, gerne mehr Sex zu haben. Nämlich mehr als doppelt so viel wie aktuell, genauer: 15,8 mal pro Monat. Viele greifen dabei auf moderne Möglichkeiten zurück, etwa Casual-Dating-Angebote wie C-Date, um unkompliziert neue Kontakte zu knüpfen. Fast alle der Befragten ziehen aber eindeutig Qualität der Quantität vor, ganz nach dem Motto "Lieber weniger, dafür besseren Sex".

Aber woran liegt die vermeintliche Flaute im Bett, mit der im Grunde aber ohnehin fast alle zufrieden sind? Ein Grund sind Unsicherheiten und Performance-Druck. Zwei Drittel geben an, Angst davor zu haben, das Gegenüber zu enttäuschen oder nicht befriedigen zu können, während sich ein Viertel mit der Sorge kämpft, der eigene Körper sei nicht attraktiv genug. Und weil zu gutem Sex häufig (mindestens) zwei gehören, muss natürlich der Sex Drive der anderen Person(en) ebenfalls mitspielen. In dieser Hinsicht ist oft die Psyche mit Schuld an zu wenig Sex. Denn wer schon im Job oder Alltag Höchstleistungen bringt, wird kaum noch Energie für häufige Bettakrobatik aufbringen.

Zu wenig Sex in Österreich?
© Getty Images

Experimentierfreudiges Österreich

Für viele ist Masturbation eine Art schneller Kompromiss, gleichzeitig aber auch fixer Bestandteil eines erfüllten Liebeslebens. Das Motto "Do it yourself" wird etwa 10,5 mal pro Monat ausgerufen, Männer mit 15,5 mal fast dreimal so häufig wie Frauen (5,9 mal). Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Lust ohne verfügbaren Partner, der Wunsch nach einem verlässlichen Orgasmus, Entspannung und Stressabbau. Zur Anregung der Fantasie kommen sehr oft pornografische Inhalte zum Einsatz, meist in Form von Videos auf bekannten Gratis-Plattformen. Obwohl die meisten Menschen die Darstellung von Sex als unrealistisch empfinden, lassen sich vor allem jüngere Menschen davon unter Druck setzen.

45 Prozent geben an, unausgesprochene Sex-Fantasien zu haben. Diesen lässt man bei der Masturbation freien Lauf, auch bezahlte Intimität ist verbreitet. Allerdings nur unter Männern. Für 40 Prozent ist es kein Tabu, Sex gegen Bezahlung zu haben. Frauen sind zurückhaltender. Nichteinmal 2 Prozent haben die Dienste eines Callboys in Anspruch genommen. Alle Geschlechter zeigen sich jedoch offen gegenüber unverbindlichem Sex und Affären. 27 Prozent hatten schon einmal einen Seitensprung, die Hälfte kennt One-Night-Stands aus eigener Erfahrung. Casual Dating, bei dem echte Nähe, Intimität und das Ausleben von Fantasien möglich sind, erlebt einen regelrechten Boom. Kein Wunder, liegen die Vorteile doch auf der Hand: Abwechslung, Unverbindlichkeit, Abenteuer und Lust vereinen sich. Es ist möglich, sich gemeinsam mit (einer) anderen Person(en) auszuleben. Selbstgemacht ist schließlich nur Omas Kuchen am besten.
  

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