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Afritz-Bürgermeister Linder: 'Freude im Ort ist riesengroß'

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Eine ganze Gemeinde feiert seinen Olympia-Helden! Matthias Mayer krönte sich im Super-G zum Goldgewinner, tritt nun die Heimreise nach Afritz an. Im Gespräch mit ÖSTERREICH erzählt Bürgermeister Maximilian Linder wie "Mothls" Heimatort mitfieberte.

ÖSTERREICH: Matthias Mayer hat im Super-G sein drittes Olympia-Gold geholt. Was bedeutet das für Sie und die Gemeinde Afritz?

Die Freude ist bei mir persönlich und in der gesamten Gemeinde natürlich riesengroß. Es ist wirklich schön, was dem Matthias da gelungen ist. Und es ist schön, dass er in all den Jahren Afritzer geblieben ist. Der Matthias ist ein echter Dorfmensch.

ÖSTERREICH: Haben Sie nach dem Sieg schon persönlich mit ihm sprechen können?

Das haben wir noch nicht geschafft. Allerdings haben wir einen Tag vor dem Rennen kurz mit ihm videotelefoniert und ihm Glück gewünscht.

ÖSTERREICH: Wie hat man das Rennen in Afritz mitverfolgt?

Wir haben uns selbstverständlich alle den Wecker gestellt. Genauso wie schon bei der Abfahrt. Gemeinsam mit dem Fan-Klub haben wir die Rennen auf einer großen Leinwand im Kultursaal mitverfolgt und mitgefiebert.

ÖSTERREICH: Schon am Donnerstag tritt der Olympia-Sieger seine Heimreise an. Wird es einen Empfang in Afritz geben?

Normalerweise werden Olympia-Siege in Afritz immer ganz groß gefeiert. Das geht wegen der Corona-Maßnahmen heuer nicht. Wir sind gerade dabei abzuklären, was möglich ist. Es wird auf jeden Fall einen kurzen Empfang geben. Am Matthias-Mayer-Platz, der ist nach ihm benannt, wird Spalier gestanden und gratuliert. Alles mit Abstand. Dazu kommt ein Kirchenbesuch nur mit dem engsten Familien- und Freundeskreis. Die Familie Mayer ist sehr religiös. Zu Matthias‘ Ehren haben schon die evangelischen und katholischen Kirchenglocken geläutet. Das ist Tradition. Immer wenn er Gold holt, läuten die Glocken. Eines ist klar: Einen Olympiasieger lassen wir nicht heimkommen, ohne, dass das registriert wird.