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Warum weniger essen nicht automatisch schlanker macht

Weniger essen klingt nach einer einfachen Abnehmstrategie – doch in der Praxis führt radikales Kaloriensparen selten zum Erfolg. Zu wenige Kalorien bremsen den Stoffwechsel, fördern Muskelabbau und erhöhen das Risiko für den gefürchteten Jo-Jo-Effekt. 

Nachhaltig und gesund wird der Weg zum Wunschgewicht erst durch ein moderates Defizit, hochwertige Lebensmittel und Bewegung.

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Wer die Energiezufuhr stark reduziert, versetzt den Körper in den „Überlebensmodus“. Der Stoffwechsel fährt herunter, der Kalorienverbrauch sinkt – und häufig verliert man nicht in erster Linie Fett, sondern wertvolle Muskelmasse. Die Folge: Der Fortschritt stagniert, die Motivation sinkt und der Körper hält hartnäckig an seinen Reserven fest.

Dabei ist das Grundprinzip des Abnehmens zunächst ganz einfach: Bekommt der Körper weniger Energie, als er braucht, nutzt er seine eigenen Vorräte – vor allem gespeichertes Fett. Rund 1 Kilogramm Körperfett entspricht etwa 7000 Kilokalorien. Rein theoretisch führt also ein kumuliertes Defizit von 7000 kcal zum Abbau von ungefähr 1 kg Fettgewebe.

Soweit so simpel. Doch warum geraten so viele trotz Kaloriendefizit ins Stocken?

Der Grund liegt in der Anpassungsfähigkeit des Körpers. Ein zu starkes oder zu langes Defizit drosselt den Stoffwechsel, baut Muskulatur ab und senkt den Grundumsatz. Zusätzlich spielen Wassereinlagerungen, hormonelle Schwankungen und unbewusste „Kalorienfallen“ eine Rolle. Faktoren, die kurzfristig jeden Fortschritt unsichtbar machen können.

Warum weniger essen nicht automatisch schlanker macht
© getty images

Was wirklich funktioniert: Ein moderates, alltagstaugliches Defizit

Der Mythos „Je weniger, desto besser“ ist wissenschaftlich längst widerlegt. Drastisches Sparen führt zu Nährstoffmangel, Heißhunger, Konzentrationsproblemen und langfristigen Stoffwechselstörungen.
Nachhaltiges Abnehmen gelingt nur mit einer intelligenten Strategie – nicht mit Verzicht um jeden Preis.

Ein entscheidender Punkt: Kalorien sind nicht gleich Kalorien.

Der Körper verarbeitet verschiedene Nährstoffe unterschiedlich. Entscheidend ist also nicht nur die Menge, sondern vor allem die Qualität der Kalorien.

  • Proteine unterstützen die Muskulatur, erhöhen die Sättigung und benötigen mehr Energie für die Verdauung.
  • Ballaststoffreiche Kohlenhydrate halten den Blutzucker stabil und verhindern Heißhunger.
  • Gesunde Fette fördern wichtige Körperfunktionen und sorgen ebenfalls für langanhaltende Sättigung.

Grundsätzlich lassen sich Kalorienquellen in drei Gruppen einteilen:

  • Fette
  • Kohlenhydrate
  • Eiweiß

Ein ausgewogener Mix aus diesen Nährstoffen, ergänzt durch unverarbeitete Lebensmittel, viel Gemüse und regelmäßige Bewegung, ist der Schlüssel für einen aktiven Stoffwechsel und langfristige Erfolge.   

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