Mehr EU-Mittel für Wolf, Bär, Luchs & Co

Tierschutz

Mehr EU-Mittel für Wolf, Bär, Luchs & Co

Österreichs Bundesländer erhalten die große Chance, mehr EU-Gelder in ein möglichst konfliktarmes Miteinander von Menschen mit Arten wie dem Wolf, aber auch dem Fischotter oder Biber, zu investieren. Außerdem gibt es ab sofort die Möglichkeit, diese vorbeugenden Maßnahmen zu 100 Prozent zu finanzieren. Das war bisher nicht möglich. Die EU-Kommission hat nun ihre Beihilferegeln geändert. Diese geben vor, unter welchen Bedingungen und in welcher Höhe die EU-Mitgliedstaaten landwirtschaftliche Betriebe finanziell unterstützen können, ohne den Wettbewerb innerhalb der EU zu verzerren.

Neben den Maßnahmen zur Prävention, können die EU-Gelder auch für die Abgeltung entstandener Schäden verwendet werden. Auch dies wäre auch ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des Österreichischen Wolfsmanagement-Plans. Der WWF hofft, dass nun endlich gemeinsam mit allen Betroffenen tragfähige Lösungen erarbeitet werden, die langfristig funktionieren. Diskussionen über rechtlich und naturschutzfachlich fragwürdige Maßnahmen wie die Tötung oder Vergrämung einzelner Wölfe sollten ein Ende haben.

Der WWF Österreich begrüßt diesen Schritt und schlägt vor, dass die von der EU in Aussicht gestellten Beträge auch zur Aufstockung der Finanzierung des Österreichzentrums Wolf, Luchs, Bär herangezogen werden, um die geplanten Finanzmittel des Bundes und der Länder zu ergänzen. "Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Erstmals können konkret EU-Mittel für vorbeugende Maßnahmen im Artenschutz abgerufen werden. Darunter fällt dezidiert auch die Vermeidung und Kompensation von Schäden im Zusammenhang mit geschützten Tierarten wie dem Wolf", so WWF-Wolfsexperte Christian Pichler. "Herdenschutz sollte überall dort, wo der früher ausgerottete Wolf wieder zurück ist, zur Praxis der Nutztierhaltung gehören", empfiehlt er.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Live auf oe24.TV 1 / 11

Top Gelesen 1 / 10

Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum  
Es gibt neue Nachrichten