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Wien-Wahl: ÖVP im Tierschutz-Check

Elisabeth Olischar beleuchtet im oe24.TV-Interview die ÖVP-Wien-Standpunkte zu Hunden, Fiaker und Landwirtschaft.

Elisabeth Olischar, Klubobfrau der ÖVP Wien, Abgeordnete zum Wiener Landtag und Gemeinderat, war Gast von Sebastian Bohrn Mena im oe24.TV-Studio im Rahmen seiner Tierschutz-Gespräche vor der Wien-Wahl am 11. Oktober. Olischars politische Arbeit in der Bundeshauptstadt dreht sich um Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit, Landwirtschaft und Tierwohl.

Die Bedeutung und Rolle des Tierschutzes innerhalb der ÖVP ist im Koalitionsabkommen zwischen der Partei und dem Partner, der Grünen, auf Bundesebene deutlich sichtbar, steigt Olischar bei Bohrn Mena in die Materie ein.

Beim Thema Hund stellt Olischar klar, dass Hunde selbstverständlich zur Stadt gehören. Wien jedoch keine besonders tier- und hundefreundliche Stadt sei. Denn, argumentiert sie, die Stadtentwicklung vergißt Hunde beziehungsweise denkt sie als Lebewesen nicht mit und bezieht sie auch nicht in die notwendige Umfeldplanung ein. Bezeichnend für dieses planerische Defizit sind die Entwicklungen in Flächenbezirken wie Donaustadt und Floridsdorf. Dort werden Grünflächen, die früher als Hunde-Frei- und Auslaufzonen dienten, in Bauland umgewidmet und verschwinden sukzessive. Hunde werden so zu Verlierern der Stadtentwicklung.

Olischar kritisiert, dass "Stadtplanung in Wien passiert" und die "Stadt nicht geplant wird". Umfelder für Tiere werden nicht mitgedacht. Das führt wiederum zu Konflikten zwischen Menschen und Hunden.

Wie die Hunde gehören auch die Fiaker für die VP-Klubobfrau zur Stadt. Zu deren Zukunft im Stadtzentrum oder in Grünbereichen außerhalb der Innenstadt bleibt Olischar vage. Sie betont, dass Pferde die wirtschaftliche Grundlage von deren Betreiber sind und die Fiaker-Betreiber bei der letzten durch Rot-Grün vorangetriebenen Gesetzes-Novelle nicht als Verhandlungspartner am Tisch waren. Sowohl die Tiere als auch die Fiaker-Betreiber brauchen in Wien faire Rahmenbedingungen, die ein Leben und eine Zukunft ermöglichen.

Zu Landwirtschaft, regionalem Konsum, regionaler Nachhaltigkeit und Klimaschutz erklärt Olischar: "Die Stadt-Landwirtschaft ist ein Juwel! Die Weinbau-Flächen innerhalb der Stadtgrenzen sind ein einmaliger Schatz." Sie beziffert, dass rund 700 Betriebe in der Stadt pro Jahr etwa 72.000 Tonnen Obst- und Gemüse produzieren. Wien komme damit auf einen Eigenversorgungsgrad von, so Olischar weiter, "30 Prozent". Diese Produktion hat "hohe Qualität" und einen wesentlichen Klima-Aspekt aufgrund kurzer Transport-Wege. "Wir wollen diesen Schatz der regionalen Erzeugung langfristig in Wien halten", betont Olischar.

Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 20. September 2020, hier in voller Länge sehen.

Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 27. September, 18:30 Uhr.

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