Jemen Luftangriffe

Jemen

140 Tote bei Luftangriffen auf Trauerfeier

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UNO-Koordinator: Helfer im Jemen "entsetzt und schockiert".

Bei den verheerenden Luftangriffen auf eine Trauerfeier im Jemen sind nach Angaben der UNO mehr als 140 Menschen getötet worden. Über 525 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte der UNO-Koordinator für humanitäre Hilfe im Jemen, Jamie McGoldrick, am Samstag mit.

Bürgermeister unter Todesopfern

Zuvor hatten die Houthi-Rebellen im Jemen der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition vorgeworfen, durch die Luftangriffe auf einen öffentlichen Saal in der Hauptstadt Sanaa, wo tausende Menschen an einer Trauerfeier teilgenommen hatten, mehr als hundert Menschen bei der Trauerfeier getötet zu haben. Saudi-Arabien wies jede Verantwortung aber zurück. Dem Sender Almasirah zufolge war auch der Bürgermeister von Sanaa, Abdel Kader Hilal, unter den Todesopfern. McGoldrick forderte nun eine sofortige Untersuchung des Vorfalls: "Die Gewalt gegen Zivilisten im Jemen muss sofort beendet werden", forderte er.

Kämpfe seit 2014

Im Jemen kämpfen seit September 2014 Truppen des sunnitischen Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi gegen vom Iran unterstützte schiitische Houthi-Rebellen und andere Gruppen, die dem ehemaligen Präsidenten Ali Abdallah Saleh die Treue halten. Die Houthis hatten Anfang 2015 die im Norden gelegene Hauptstadt Sanaa und andere Städte erobert. Seit März 2015 fliegt ein von Riad angeführtes arabisches Militärbündnis Luftangriffe auf die Rebellen.
 

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