20-km-Sperrzone um Fukushima

Ab Freitag

20-km-Sperrzone um Fukushima

Jetzt können Familien ihre persönlichen Sachen aus Häusern holen.

Japan wird einem Medienbericht zufolge ab Freitag die 20-Kilometer-Sperrzone rund um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima durchsetzen. Ministerpräsident Naoto Kan werde dies am Donnerstag bei einem Besuch dort bekanntgeben, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch. Von den Evakuierten werde ein Mitglied pro Familie die Erlaubnis bekommen, zuvor noch persönliche Sachen aus dem Haus oder der Wohnung zu holen. Anschließend dürfe die Zone 20 Kilometer rund um das AKW aber tatsächlich nicht mehr betreten werden. Welche Strafen bei Nichtbefolgen verhängt werden, wurde zunächst nicht bekannt. Auch zur Dauer der Regelung wurden keine Angaben gemacht.

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    Kan wollte sich bei seinem Besuch am Donnerstag unter anderem mit Evakuierten in Auffanglagern treffen, meldete Kyodo. Viele Menschen hätten bei der Evakuierung außer der Kleidung an ihrem Körper nichts mitgenommen. Durch das verheerende Erdbeben und den darauffolgenden Tsunami vom 11. März war die Atomanlage Fukushima schwer beschädigt worden; es tritt weiter Radioaktivität aus. Trotz der Sperrzone waren immer wieder Menschen an ihren ehemaligen Wohnort zurückgekehrt, um beispielsweise Erinnerungsstücke wie Fotoalben zu bergen.

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