Kämpfe auf den Philippinen

Extremisten

22 muslimischen Rebellen auf Philippinen getötet

Moro-Kämpfer gerieten mit Abu Sayyaf aneinander.

Bei einem blutigen Streit zwischen rivalisierenden muslimischen Extremistengruppen sind auf den Philippinen 22 Kämpfer ums Leben gekommen. Nach Angaben des Militärs von Montag gerieten die Moro National Liberation Front (MNLF) und militante muslimische Rebellen der Terrororganisation Abu Sayyaf am Sonntag in Patikul auf der Insel Jolo, 1000 Kilometer südlich von Manila, aneinander.

Die MNLF wollte sich nach diesen Angaben bei Abu Sayyaf für die Befreiung von Geiseln einsetzen. Abu Sayyaf ist für zahlreiche Gewalttaten auf den Philippinen verantwortlich. Die Gruppe hält nach Informationen des Militärs unter anderem seit Dezember 2011 einen Australier und seit Februar 2012 zwei Vogelkundler aus der Schweiz und den Niederlanden fest. Ein Jordanier und zwei Philippiner wurden am Samstag freigelassen.

Die Kämpfer der beiden Gruppen hätten bei einem Treffen am Sonntag nach einem Missverständnis losgefeuert. Acht MNLF-Kämpfer und 14 Abu Sayyaf-Mitglieder wurden getötet. Im Süden der Philippinen leben mehrere Millionen Muslime. Separatisten kämpfen dort seit Jahrzehnten für mehr Autonomie. Im Oktober unterzeichnete die Regierung mit der größten Rebellengruppe, der Moro Islamic Liberation Front (MILF) ein vorläufiges Friedensabkommen.



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