Briefbombe an Lega Nord explodiert

Geisteskranker werkt

Briefbombe an Lega Nord explodiert

Premier Berlusconi bekam einen "Anthrax-Brief". Absender waren die "Internationalen Anarchisten".

Der letzte Wahlkampftag vor den Regionalwahlen in Italien am Sonntag und Montag ist von zwei Zwischenfällen überschattet gewesen. Eine Briefbombe, die an den Sitz der italienischen Regierungspartei Lega Nord adressiert war, ist am Samstag in den Händen eines Postbeamten in Mailand explodiert. Der Mann wurde leicht am Gesicht und an den Händen verletzt. Zu der Tat bekannte sich eine Gruppe, die sich als "Internationale Anarchistische Föderation (FAI)" bezeichnet. Im Brief befand sich ein Schreiben mit Angriffen auf die Lega Nord.

Geistesgestörter Römer
Ein Kuvert mit verdächtigem weiß-grauem Pulver traf am Freitagnachmittag in der Residenz von Premierminister Silvio Berlusconi in Arcore bei Mailand ein. Der an den Ministerpräsidenten adressierte Brief wurde von Mitarbeitern Berlusconis geöffnet, die sofort die Polizei alarmierten. Untersuchungen sind im Gange, um die Zusammensetzung des Pulvers zu klären. Die Polizei stellte fest, dass ein Geistesgestörter den Brief aus der Umgebung Roms verschickt hatte.

Berlusconi scherzte über den Zwischenfall. "Nach einem Arbeitstag passiert es, dass man nicht nach Hause gehen kann, weil die Polizei sagt, dass man Anthrax ins Haus bekommen hat. Die Polizei hat alle gepackt und ins Krankenhaus zu Kontrollen geschickt. Mein Sohn wurde in ein Zimmer eingesperrt", sagte der Premier.

Fast zwei Jahre nach den Parlamentswahlen, die Berlusconi zum dritten Mal den Posten des Ministerpräsidenten bescherten, sind die Italiener zu Regionalwahlen aufgerufen. Gewählt wird in 13 Regionen. 40,9 Millionen Wähler sind nach Angaben des Innenministeriums wahlberechtigt. Gewählt wird am Sonntag von 08.00 bis 22.00 Uhr und am Montag von 07.00 bis 15.00 Uhr. Mit Ergebnissen ist am Montagabend zu rechnen. Für Regierungschef Berlusconi sind die Regionalwahlen ein entscheidender Test 22 Monate nach seinem neuerlichen Amtsantritt.

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