Schock-Videos aus Wuhan
Coronavirus: Menschen sterben mittlerweile auf der Straße
Kampf gegen das Coronavirus hat China in weniger als zwei Wochen das erste von zwei Notkrankenhäusern in Wuhan hochgezogen. Das "Huoshenshan" ("Berg des Vulkan-Gottes") genannte Hospital hat rund tausend Betten und wurde am Montag eröffnet. Rund 1.400 medizinische Kräfte des Militärs betreiben das Behelfshospital, in dem Lungenkranke zentral in Quarantäne kommen und behandelt werden.
Am Spital war seit 23.Jänner Tag und Nacht gearbeitet worden. Ein zweites Hospital mit mehr als tausend weiteren Betten soll am Mittwoch eröffnet werden. Es wird "Leishenshan", "Berg des Feuergottes", genannt. Nach dem chinesischen Volksglauben sollen die Götter des Feuers oder des Vulkans helfen, Krankheiten zu bekämpfen. Die beiden Nothospitäler sollen helfen, den akuten Mangel an Krankenbetten zu beheben.
Wuhan gilt als Hotspot des Coronavirus. Es wird vermutet, dass der Erreger der Lungenkrankheit auf einem Markt in der zentralchinesischen Stadt Wuhan von einem Wildtier auf den Menschen übergegangen ist. Auf dem mittlerweile geschlossenen Markt wurden außer Meeresfrüchten und Geflügel auch Tiere wie Krokodile, Schlangen und Füchse angeboten. Kurz nach Bekanntwerden der Epidemie wurde die Millionenstadt von der Außenwelt abgeschnitten. Die Behörden gingen konsequent vor. Nur Videos auf den Sozialen Netzwerken zeichnen ein Bild wie es im Epizentrum der Seuche aussieht.
Dabei sind die Straßen meist menschenleer und dennoch findet man vereinzelt Personen auf den Straßen. Das verstörende: viele von ihnen sind tot zusammengebrochen. Es sind oft ältere Menschen, die sich zu spät in Behandlung begeben hatten oder erst gar keinen Zugang zu ärtzlicher Betreuung hatten. Solche Bilder sind mittlerweile trauriger Alltag in Wuhan. Behörden müssen dutzende Virus-Tote mittlerweile aus ihren Häusern und von offener Straße bergen. Immer wieder werden Videos davon auf Twitter & Co. gepostet. Von den Behörden selbst, bekommt man solche Bilder freilich nicht zu Gesicht.
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Dies führte auch seit Beginn des Ausbruchs zu anhaltender Kritik an den Behörden. Vor allem den Behörden in Wuhan wurde vorgeworfen, Informationen zu dem Virus zu lange zurückgehalten zu haben. Chinas Führung hat schließlich am Montag überraschend "Fehler" im Umgang mit der Coronavirus-Epidemie eingeräumt. Der Ständige Ausschuss des Politbüros der regierenden Kommunistischen Partei erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, die Reaktion auf die Coronavirus-Epidemie habe "Fehler und Schwierigkeiten" beim nationalen Notfallmanagement offengelegt. Das System müsse daher verbessert werden.
Das Ständige Ausschuss forderte außerdem eine verstärkte Überwachung von Märkten. Der illegale Handel mit Wildtieren müsse streng verboten werden, die Behörden müssten hart dagegen vorgehen.
Staatschef Xi Jinping sagte bei der Sitzung des Politbüros, eine Eindämmung der Coronavirus-Epidemie werde einen "direkten Einfluss" auf die wirtschaftliche und soziale Stabilität Chinas "und auch auf Chinas Öffnung" haben.
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