Sudans Militärrat

"Fehler" bei Räumung von Protestlager eingestanden

Der im Sudan herrschende Militärrat hat "Fehler" bei der gewaltsamen Räumung eines Protestlagers in der Hauptstadt Khartum vergangene Woche eingeräumt.

Militärratssprecher Shams El Din Kabbashi sagte am Donnerstag, das Führungsgremium habe von Offizieren einen Plan angefordert, um das Protestlager vor dem Armee-Hauptquartier aufzulösen. Der Plan sei dann umgesetzt worden. "Aber wir bedauern, dass einige Fehler passiert sind." Die Ergebnisse einer Untersuchung zu der Gewalt würden am Samstag veröffentlicht.

Bei der gewaltsamen Auflösung des Protestlagers waren Anfang vergangener Woche nach Ärzteangaben 120 Menschen getötet worden. Das Gesundheitsministerium spricht von lediglich 61 Toten landesweit.

Die Gewalt wurde international verurteilt. Seit dem Sturz des langjährigen Staatschefs Omar al-Bashir regiert ein Militärrat im Sudan. Die Protestbewegung, die eine zivile Regierung in dem ostafrikanischen Land fordert, einigte sich mit dem Militär Mitte Mai grundsätzlich darauf, einen gemeinsamen Übergangsrat zu bilden. Seither herrschte aber Streit darüber, welche Seite dieses Gremium führen soll.

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