Israelis und Hamas kämpfen erbittert

Heftige Gefechte

Israelis und Hamas kämpfen erbittert

Zwei israelische Soldaten und zwei Palästinenser wurden getötet.

Bei den heftigsten Kämpfen zwischen der israelischen Armee und der Hamas seit langem sind am Freitag zwei Soldaten und vier Palästinenser getötet worden. Es waren die ersten Toten aufseiten der israelischen Streitkräfte seit dem Krieg vom Jänner 2009. Die israelischen Truppen hatten nach eigenen Angaben das Feuer auf Palästinenser eröffnet, die Sprengstoff am Grenzzaun zwischen Israel und dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen anbringen wollten.

Tote "Geschenk" der Hamas"
Ein Hamas-Sprecher sagte der Fernsehnachrichtenagentur APTN, die getöteten israelischen Soldaten seien ein "Geschenk" der Hamas an Jerusalem und eine Vergeltung für den Tod des Hamas-Funktionärs Mahmoud al-Mabhouh, dessen Tod in Dubai auf das Konto des israelischen Geheimdienstes gehen soll.

Zu einem weiteren Kampf kam es nahe der Stadt Khan Younis in Süden des Gazastreifens. Dort lieferten sich israelische Soldaten, die von Kampfhubschraubern und Panzern unterstützt wurden, stundenlange Feuergefechte mit Kämpfern der Hamas, wie ein Sprecher der Organisation berichtete. Aus Krankenhauskreisen hieß es, acht Zivilisten seien bei den Kämpfen verwundet worden. Israel sprach von einer Routineoperation, um den Süden Israels vor Angriffen extremistischer Palästinenser zu schützen.

Netanyahu behält Standpunkt bei
Unterdessen machte die israelische Regierung klar, dass sie trotz des amerikanischen Drucks nicht auf den Bau neuer Wohnungen für Israelis in Ost-Jerusalem verzichten will. Es gebe keine Veränderung des Standpunkts, teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am Freitag mit. Später informierte der Premier sein Kabinett über seine gerade beendete Reise nach Washington.

Netanyahu war es bei seinem dreitägigen USA-Besuch nicht gelungen, die Krise in den Beziehungen zu dem wichtigsten Verbündeten zu überwinden. US-Präsident Barack Obama, Außenministerin Hillary Clinton und der Nahost-Sondergesandte George Mitchell hatten dem Vernehmen nach die Forderung nach einem Siedlungsstopp in den palästinensischen Gebieten einschließlich des arabischen Ostjerusalems bekräftigt.

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