Ägypten verschärft Jagd auf Schwule

Außwärtiges Amt warnt

Ägypten verschärft Jagd auf Schwule

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Das Auswärtige Amt in Deutschland warnt vor Verfolgung

Alles begann mit einer Regenbogen-Fahne nach einem Konzert: Sieben Menschen wurden bei einem Rock-Konzert in Kairo verhaftet, weil sie eine Regenbogen-Fahne – ein Symbol der LGBT-Bewegung – schwenkten. In Ägypten haben die Behörden null Toleranz gegenüber Homosexualität. Das geht bis zu Verhaftungen und Verfolgungen. Nun warnt sogar das deutsche Auswärtige Amt auf ihrer Homepage deutsche Touristen: "Mehrere Personen wurden aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihres Eintretens für die Rechte von LGBTI zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt."

Regime-Geheimdienst macht auch über Dating-Apps Jagd auf Schwule

In der offiziellen Warnung steht, Menschenrechtsorganisationen berichten, dass ägyptische Behörden auch Dating Apps einsetzen, um LGBTI (Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle) ausfindig zu machen. "Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch ausländische Touristen Opfer dieses Vorgehens werden könnten", heißt es auf der Homepage des Auswärtigen Amtes.

Homosexualität ist in Ägypten nicht offiziell verboten. Doch ein 1961 erlassenes Gesetz gegen "sexuelle Ausschweifungen" nutzen die Behörden immer wieder, um Jagd auf die "Ausschweifenden" zu machen.

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