AFD-Politiker führte Hooligans in den Kampf

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AFD-Politiker führte Hooligans in den Kampf

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Er wurde wegen Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung verurteilt.

Sebastian Münzenmaier wurde gerade erst zum AFD-Bundestagsabgeordneten gewählt. Nun hat das Manizer Amtsgericht ihn zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten wegen Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung verurteilt. Zusätzlich fallen 10.000 Euro Bußgeld an.

2012 hatte Münzenmaier eine Gruppe von etwa 50 Hooligans, die als Anhänger des  1. FC Kaiserlautern gelten, zu Fans des FSV Mainz gelotst. Unter den Mainzer-Fans waren zwar auch Ultras, aber auch viele Zivilisten wie Frauen und Kinder. Bei der Attacke gab es teilweise schwere Verletzte. „„Das ist geschehen mit Wissen und Wollen des Angeklagten“, betonte die Richterin, auch wenn nicht bewiesen werden konnte, dass der AFD-Politiker direkt im Kampf beteiligt war.

Bei der Wohnungsdurchsuchung konnte die Polizei einen Teleskopschlagstock, einen Ninja Zipper und Fotos mit posierenden Ultras sichergestellt werden. Auch belastende Chat-Protokolle wurden von den Behörden entdeckt.

Münzenmaier hatte während des Prozesses die Aussage komplett verweigert.

Auf Facebook äußert er sich nun: "Ich habe meinen Anwalt natürlich angewiesen Berufung gegen dieses Skandalurteil des Amtsgerichts Mainz einzulegen.

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