Höhlendrama Höhle Tham Luang Thailand Taucher

Höhlen-Wunder

Alle 13 gerettet! Welt feiert Helden von Thailand

Rettungsaktion konnte am Dienstag dank der mutigen Taucher und Helfer erfolgreich beendet werden.

Nach 17 Tagen in einer dunklen Höhle sind die zwölf Spieler einer thailändischen Fußball-Jugendmannschaft und ihr Trainer gerettet worden, teilte die thailändische Marine mit. Die letzten fünf Eingeschlossenen wurden am Dienstag von Spezialtauchern in einem hochgefährlichen Einsatz über Stunden hinweg ins Freie gebracht. Laut den Ärzten haben die Geretteten die lange Zeit gut überstanden.
 

© Ekkapol Janthawong/Facebook
Thailand Buben
× Thailand Buben

 

Ein Wunder

Das glückliche Ende des Höhlendramas grenzt für viele an ein Wunder. Auch Experten hatten es kaum für möglich gehalten, das Team des Fußballvereins "Wildschweine" aus ihrem Zufluchtsort in vier Kilometern Tiefe sicher nach draußen zu bringen. Der Weg zurück ans Licht dauerte jeweils mehrere Stunden. Große Teile der Höhle waren überflutet. Keines der Kinder hatte Erfahrung im Tauchen, weshalb sie von den Profis in den Schlepptau genommen wurden. Manche Stellen in der Tropfsteinhöhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non waren so eng, dass auch die Kinder kaum durchpassten. Als vorletzter der insgesamt zwölf Spieler kam der jüngste nach draußen. Er ist erst elf.
 

© APA/AFP/ROYAL THAI NAVY/HANDOUT
Tham Luang Höhle Höhlendrama Thailand
× Tham Luang Höhle Höhlendrama Thailand

Heftiger Regen ließ Retter zittern

Der letzte von insgesamt drei höchst gefährlichen Einsätzen hatte um 10.08 Uhr Ortszeit (5.08 Uhr MESZ) begonnen. Zuvor hatte es die ganze Nacht über wieder heftig geregnet. Als Ziel gab Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn aus, bis zum Abend alle Eingeschlossenen herauszuholen - was dann innerhalb von etwa acht Stunden auch tatsächlich gelang

© oe24
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Noch mindestens eine Woche im Spital

Bei den ersten beiden Tauch-Aktionen am Sonntag und Montag waren bereits acht Buben gerettet worden, jeweils in Vierer-Teams. Ihnen geht es verhältnismäßig gut. Sie sollen aber noch mindestens eine Woche im Krankenhaus bleiben. Am Dienstag entschieden die Retter dann aber, die restlichen fünf Eingeschlossenen alle herauszuholen. Niemand wollte dem Trainer oder gar einem der Buben zumuten, eine weitere Nacht in der Dunkelheit ausharren zu müssen - und das noch allein.
 

Diashow: Fußball-Team in Höhle eingeschlossen

Erst nach 9 Tagen gefunden

Das Fußballteam war am 23. Juni bei einem Ausflug in die Höhle von den Wassermassen überrascht worden. Erst nach neun Tagen, in denen es keinerlei Lebenszeichen gab, wurden die Buben und ihr Trainer von britischen Höhlentauchern entdeckt. Die Rettung wurde dann zu einem Kampf gegen Wetter und Zeit. In Südostasien ist gerade Monsun-Saison. Die ganze Zeit drohte, dass das Wasser in der Höhle so schnell steigt, dass die Hilfsaktion abgebrochen werden muss. Deshalb wurde auch darüber nachgedacht, Tunnel in die Tiefe zu bohren.

Video zum Thema: Höhlen-Drama: Tauch-Experte Schafheutle im Interview
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Wiederholen

© APA/AFP/YE AUNG THU
Thailand Rettungskräfte Soldaten Höhle
× Thailand Rettungskräfte Soldaten Höhle

Retter werden als Helden gefeiert.

In der Region im Norden Thailands, an der Grenze zu Myanmar, gab es auch am Dienstag wieder heftige Regenfälle. Dann brannte plötzlich die Sonne vom Himmel herab. Das Kernteam des Rettungseinsatzes bestand aus mindestens 19 Spezialtauchern, die meisten aus dem Ausland. Insgesamt waren mehr als 1.000 Retter beteiligt.

Diese werden nun rund um den Globus für ihren Einsatz als Helden gefeiert. Im Internet sprechen Tausende User davon, dass durch dieses Engagement ihr Glauben an die Menschheit wieder hergestellt wurde. Gegen 17 Uhr postete die thailändische Marine, dass auch die letzten vier Navy Seals die Höhle wohlauf verlassen haben. Dazu gab es ein Foto in dem alle ihre Daumen nach oben streckten.

Angst vor Infekten

Nach Angaben der behandelnden Ärzte geht es den anfangs Geretteten den Umständen entsprechend gut. Die Kinder sollen jetzt aber noch mindestens eine Woche im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai bleiben. Zwei haben minderschwere Lungen-Infekte. Nach den mehr als zwei Wochen in der Dunkelheit müssen alle zum Schutz vor dem Tageslicht Sonnenbrillen tragen. Die ersten bekamen auch schon Besuch von Eltern und Geschwistern. Allerdings durften sie sich nur durch Glasscheiben sehen, aus Angst vor Infekten.

Ärztin: "Kinder werden gegen die Panik sediert"

Die Wiener Anästhesistin Susanne Neuhold erklärt, wie die Buben beruhigt werden.

ÖSTERREICH: Was macht man mit den Kindern vor der Rettung?

Susanne Neuhold: Sie werden sediert, also ein bisschen gedämpft, damit keine Panik entsteht und die Rettungsaktion gefährdet. In der Höhle ist wenig Sauerstoff vorhanden, Panik würde den Verbrauch noch erhöhen.

ÖSTERREICH: Was für Mittel werden verwendet?

Neuhold: Medikamente, die beruhigend und entspannend wirken. Man wird nicht mit Spritzen hantieren. Man kann das auch als Tropfen oder auf Würfelzucker geben.

ÖSTERREICH: Wie gefährlich ist das eigentlich?

Neuhold: Das ist harmlos. Man weiß ja, was man tut und gibt. Die Kinder sollen ja nicht bewusstlos sein.



 20:31

FIFA sprach neue Einladung aus

Die FIFA will die geretteten zwölf thailändischen Jugendfußballer und ihren Trainer zu einer späteren Veranstaltung des Fußball-Weltverbands einladen. Eine Reise zum WM-Finale nach Moskau können die Spieler nach Angaben des thailändischen Verbands aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten.

Die FIFA drückte am Dienstag in einer Mitteilung ihre "große Freude" über die geglückte Rettung aus einer Höhle aus und gedachte dabei auch des ums Leben gekommenen Tauchers. "Die Priorität der FIFA bleibt auf der Gesundheit von jedem der Beteiligten und wir werden eine neue Möglichkeit finden, um die Burschen zu einem FIFA-Event einzuladen", hieß es weiter. Rund um das Endspiel der Weltmeisterschaft in Moskau am Sonntag soll es ein Treffen mit dem thailändischen Verband geben.

 17:17

+++Die Höhle ist leer - letzten vier Taucher draußen +++

 15:24

Fast einen Kilometer unter der Erde saßen die Buben und ihr Trainer fest

800 bis 1.000 Meter liegt in etwa die Stelle unterhalb der Erdoberfläche, an der die Gruppe in der Höhle ausharren musste. Das geben die britischen Höhlenretter an.

 15:00

Auch Trump gratuliert

 14:28

Ganz Twitter feiert die Rettung der Buben

Im Sekundentakt werden Dutzende neue Tweets gepostet, die die Rettung der Jugendfußballmannschaft feiern.

 14:13

Vier Taucher noch in der Höhle

Die zwölf Buben und ihr Trainer sind bereits gerettet und in Sicherheit. Nun warte man noch auf vier Taucher, die sich noch in der Höhle befinden, posteten die Seals auf Facebook.

 13:48

+++ Alle zwölf Buben gerettet +++

Auch der Trainer wurde laut Navy Seals bereits gerettet.

 13:25

Alle warten auf die Erfolgsnachricht

Auf Twitter wird schon davon gesprochen, dass auch der letzte Bub und der Trainer aus der Höhle gerettet wurden. Eine Bestätigung dafür gibt es allerdings noch nicht.

 12:14

Medienberichte: Auch elfter Bub bereits aus Höhle befreit

Wie u.a. Al Jazeera News auf Twitter berichtet, sei auch ein elfter Bub bereits aus der Höhle gerettet worden.

 12:02

Thai Navy Seals bestätigen Rettung von Bub Nr. 9

 11:38

+++ Auch zehnter Bub befreit +++

Wie CNN berichtet, wurde auch ein zehnter Bub bereits gerettet. Somit müssen noch zwei weitere Buben und der Trainer befreit werden.

 11:24

+++ Neunter Bub aus Höhle befreit +++

Aus der überschwemmten Höhle in Thailand ist ein neunter Bub gerettet worden. Der Bursch sei umgehend in ein Krankenhaus gebracht worden, teilten Sicherheitskräfte am Dienstag mit. Die Einsatzkräfte hoffen, die drei weiteren Buben sowie deren Trainer noch im Laufe des Tages aus der Höhle zu bringen, in der sie seit dem 23. Juni festgesessen hatten.

 10:48

Wettlauf gegen die Zeit

Der Monsunregen setzt die Retter unter enormen Zeitdruck. Sämtliche Kinder sollen heute noch aus der Höhle befreit werden, ehe diese möglicherweise erneut überflutet wird. Experten rechnen allerdings damit, dass die Rettung dieses Mal noch länger dauern könnte.

 10:06

11-Jähriger noch in der Höhle

An dem neuen Rettungseinsatz - dem dritten mittlerweile - sind mindestens 19 Spezialtaucher begleitet, die meisten aus dem Ausland. Nach Angaben des Gouverneurs wird er möglicherweise noch länger dauern als an den ersten beiden Tagen - also länger als elf Stunden. Denn neben den fünf Eingeschlossenen müssen auch vier Retter aus der Höhle geholt werden. Darunter ist ein australischer Mediziner, der ausharrte, um im Notfall Erste Hilfe leisten zu können. Unter den Eingeschlossenen ist auch der jüngste Spieler der Mannschaft. Er ist erst elf.

 09:00

Trainer wird als letzter gerettet

Thailands Innenminister Anupong Paochinda sagte zum weiteren Vorgehen: "Unser ursprünglicher Plan war, jeweils vier Leute herauszuholen. Aber dann wäre nur noch einer übrig. Deshalb haben wir uns entschieden, heute fünf zu holen." Vermutet wird, dass als Letzter der Trainer geht. Der 25-Jährige hatte die Kinder trotz Warnungen in die Höhle hineingeführt.

 08:15

Neun Menschen müssen Höhle noch verlassen

Neben den vier Buben und ihrem Trainer müssen auch der Arzt und die drei Thai Navy Seals, die seit dem Tag, an dem die Fußballmannschaft gefunden wurde, in der Höhle sind, befreit werden. Sie wollen die Höhle zuletzt verlassen.

 08:03

Heftiger Regen

Auch heute regnet es wieder stark, weshalb die Einsatzkräfte die restlichen vier Buben und ihren Trainer so schnell wie möglich aus der Höhle retten wollen.

Thailand Rettungsaktion © APA/AFP/YE AUNG THU

 07:20

Rettungsaktion hat schon begonnen

Seit 05.08 Uhr MESZ (10.08 Uhr Ortszeit) läuft der neue Taucheinsatz zur Rettung der restlichen vier Buben und dem Fußballtrainer aus der Höhle. "Wir planen, die vier Jungen und den Trainer herauszubringen", kündigte der Leiter des Rettungseinsatzes, Narongsak Osottakorn, am Dienstag an. Aufgrund des starken Regens sei es notwendig, die Rettungsaktion so schnell wie möglich abzuschließen.

 07:06

Gerettete Fußballer verpassen WM-Finale

Die aus einer Höhle geretteten Mitglieder des thailändischen Fußball-Teams können eine Einladung der FIFA zum WM-Finale in Moskau nicht annehmen. Die behandelnden Ärzte kündigten am Dienstag an, dass die bisher acht geretteten Kinder noch mindestens eine Woche im Krankenhaus bleiben müssten.

Damit haben die Spieler der Jugend-Mannschaft namens "Wildschweine" keine Chance, beim Finale der Weltmeisterschaft am Sonntag in Moskau dabei zu sein. FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte die insgesamt zwölf Buben und ihren Trainer vergangene Woche eingeladen, auf Kosten des Weltfußballverbands nach Russland zu kommen. Die FIFA wäre "sehr froh, sie als Gäste beim WM-Endspiel in Moskau" begrüßen zu können, schrieb er.

 06:52

Alle acht geretteten Burschen wohlauf

Im Höhlendrama von Thailand sind die bisher acht geretteten Burschen nach dem Verlassen der Höhle wohlauf. Die behandelnden Ärzte im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai berichteten am Dienstag von minderschweren Lungen-Infekten bei zwei Kindern. Insgesamt seien die jungen Fußballer jedoch bei guter Gesundheit. Keiner habe Fieber. Die ersten vier durften auch schon ihre Familien sehen.

 06:34

Gefährliche Rettungsaktion

Die Rettung des Fußballteams namens "Wildschweine" ist sehr gefährlich. An manchen Stellen ist der Weg so eng, dass die Taucher ihre Atemluft-Flaschen abschnallen müssen. Darüber hinaus kann man im Wasser kaum sehen. Bei der Vorbereitung der Mission ertrank am Freitag ein erfahrener thailändischer Taucher. Jetzt nehmen jeweils zwei Retter die Burschen, von denen kein einziger richtig tauchen kann, ins Schlepptau. Alle tragen Taucheranzüge und sind mit Taucherbrillen ausgerüstet. Die Profis versorgen sie mit Luft.

 06:29

Elon Musk entwickelte Mini-U-Boot

Unterdessen stellte der milliardenschwere Unternehmer Elon Musk den Höhlenrettern vor Ort ein neu entwickeltes Mini-U-Boot zur Verfügung. Der 47-Jährige berichtete im Kurznachrichtendienst Twitter, dass er inzwischen selbst in dem Höhlenkomplex sei. Das U-Boot wurde auf den Namen "Wild Boar" ("Wildschwein") getauft. So heißt auch das Fußballteam. Das Angebot nahmen die Taucher bislang nicht in Anspruch. Musk hatte dafür auch Kritik geerntet. Viele warfen ihm vor, Publicity machen zu wollen.

Nach Angaben von Musk handelt es sich um ein winziges U-Boot in Kindergröße. Es sei leicht genug, um von zwei Tauchern getragen zu werden, äußerst robust und überdies klein genug, um durch enge Lücken zu kommen. Ein Insasse müsse nicht schwimmen oder mit Sauerstoffflaschen umgehen können. Musk veröffentlichte ein Video, in dem Taucher das U-Boot in einem Pool in Los Angeles testen.

 06:26

Kampf gegen die Zeit

Die Rettungsaktion ist auch ein Kampf gegen die Zeit. Am Dienstag regnete es in der Region an der Grenze zu Myanmar wieder heftig. In Südostasien ist gerade Monsun-Saison. Befürchtet wird, dass durch den Regen das Wasser in der Höhle schnell steigen könnte. Möglicherweise wird am Dienstag deshalb versucht, alle restlichen fünf Eingeschlossenen ins Freie zu holen. Offiziell gab es dafür von Seiten der Behörden keine Bestätigung.

 06:26

Rettungsaktion wird fortgesetzt

Im Höhlendrama von Thailand haben die letzten Vorbereitungen für eine neue Rettungsaktion begonnen. Spezialtaucher wollen am Dienstag einen neuen Versuch unternehmen, weitere fünf Mitglieder der eingeschlossenen Fußball-Mannschaft aus einer überfluteten Höhle im Norden des Landes zu retten. Derzeit sitzen noch vier Jugendliche und ihr Betreuer fest, jetzt schon seit 17 Nächten.

 06:25

Herzlich Willkommen zum Live-Ticker!

Auch heute berichten wir wieder über die aktuellen Entwicklungen in Thailand.