Berlusconis Anwälte verlassen Rubi-Prozess

Empörung

Berlusconis Anwälte verlassen Rubi-Prozess

Ghedini und Longo legten aus Protest gegen die Richter ihre Roben ab.

Bei einer Gerichtsverhandlung im sogenannten Ruby -Prozess, bei dem Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi wegen Sex mit einer minderjährigen Marokkanerin und Amtsmissbrauch angeklagt ist, ist es am Freitag zu Spannungen zwischen den Anwälten des Medienzaren und den Richtern gekommen. Berlusconis beide Rechtsanwälte Nicoló Ghedini und Piero Longo legten aus Protest gegen die Richter ihre Roben ab und verließen den Gerichtssaal. Ihre beiden Stellvertreter folgten die Gerichtsverhandlung weiter.

Zwischen den Anwälten und den Richtern war es zu einem Streit über die Anhörungstermine der nächsten Verhandlungen gekommen. Berlusconis Anwälte wollten die am 30. Jänner und am 10. Februar geplanten Anhörungen verschieben, weil der angeklagte Medienmogul um diese Tage herum andere Termine vor Gericht habe. Die Richter erklärten, sie wollten erst am Ende der Gerichtsverhandlung einen Beschluss fassen, die Anwälte protestierten laut gegen mangelnde Kooperationsbereitschaft seitens der Richter. "Mit diesem Gericht kann man nicht zusammenarbeiten", protestierten die Anwälte.

Der am 12. November als Regierungschef zurückgetretene Berlusconi nahm auch am Freitag nicht an den Verhandlungen teil. Im Prozess um den Fall "Rubygate" lastet die Staatsanwaltschaft ihm vor allem sexuelle Kontakte zu der damals noch minderjährigen Ruby alias Karima al-Marough an. Berlusconi wird zudem Amtsmissbrauch vorgeworfen, weil er das Mädchen mit einem Anruf bei der Polizei aus deren Gewahrsam befreit haben soll. Berlusconi bestreitet strafbare Handlungen.

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