Anschlag in Kabul

Afghanistan

Blutiger Anschlag: Mindestens 150 Opfer

Pakistanische Extremisten bekennen sich zu Selbstmordattentat.

Eine pakistanische Terrororganisation hat sich zu dem Bombenanschlag auf schiitische Gläubige in der afghanischen Hauptstadt Kabul bekannt. Das teilte ein Sprecher der Organisation Lashkar e-Jhangvi al-Alami mit. Die Terrorgruppe wurde in der Vergangenheit für zahlreiche Anschläge auf Schiiten in Pakistan verantwortlich gemacht. Übergriffe auf das Nachbarland Afghanistan waren bisher nicht bekannt.

Bei dem Selbstmordanschlag auf schiitische Pilger in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Dienstag nach Polizeiangaben über 150 Menschen getötet oder verletzt worden. Mindestens 48 Menschen seien getötet worden, darunter Frauen und Kinder, sagte ein Polizeivertreter. Die Zahl der Verletzten liege bei über 100.

Der Sprengsatz detonierte in der Nähe eines Schreins im Zentrum der Altstadt, wo sich Hunderte Gläubige zum Ashura-Fest versammelt hatten.

Kurz darauf explodierte in der Nähe der wichtigsten Moschee im nordafghanischen Masar-i-Sharif eine auf einem Fahrrad befestigte Bombe. Vier Menschen wurden getötet, 17 weitere verletzt. In Masar-i-Sharif befindet sich auch ein Feldlager der Bundeswehr.

Nach Polizeiangaben galt der Angriff einer Zusammenkunft Hunderter Schiiten anlässlich des Ashura-Festes im Zentrum von Kabul. Der Täter habe seinen Sprengsatz in einem schiitischen Schrein zur Explosion gebracht. Mit dem Ashura-Fest gedenken schiitische Muslime ihres Märtyrers Hussein, eines Enkels des Propheten Mohammed.



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