Blutiger Dienstag im Irak

Dutzende Tote

Blutiger Dienstag im Irak

Am 10. Jahrestag der US-Invasion des Irak sind mehrere Bomben explodiert.

Am zehnten Jahrestag der US-Invasion des Irak sind dort mindestens 50 Menschen bei Bombenanschlägen getötet worden. Betroffen waren am Dienstag schiitische Viertel in Bagdad und südlich der Hauptstadt. Ärzte sprachen von 160 Verletzten. Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand.

Autobomben

Mehrere Autobomben seien in der Nähe eines beliebten Marktes nahe dem Regierungsviertel explodiert, hieß es aus Polizeikreisen. In einem südlichen Vorort habe zudem ein Selbstmordattentäter in einem LKW eine Polizeistation attackiert.

Die irakische Regierung verschob indes für 20. April angesetzte Kommunalwahlen aus Sicherheitsgründen um sechs Monate. Das sagte ein Mitglied der Wahlkommission, Al-Kataa Zobaie, der Nachrichtenagentur AFP.

Seit Jahresbeginn hat der irakischer Ableger der radikal-islamischen Al-Kaida, der Islamische Staat Irak, zahlreiche Angriffe verübt. Auch der Bürgerkrieg in Syrien verschärft die Spannungen im Irak: Die überwiegend von Sunniten getragene Rebellion gegen Präsident Bashar al-Assad animiert ihre irakischen Glaubensbrüder. Erst am Donnerstag hatten Bewaffnete und Selbstmordattentäter das Justizministerium im Zentrum Bagdads gestürmt und dort 25 Menschen getötet.


10 Jahre Irak-Krieg
Die USA waren am 19. März 2003 in den Irak einmarschiert. Die Regierung von Präsident George W. Bush hatte den Angriff mit der Behauptung begründet, Iraks Machthaber Saddam Hussein verfüge über Massenvernichtungswaffen. Dies stellte sich als falsch heraus. Einer kürzlich veröffentlichten Studie zufolge wurden in dem Krieg knapp 190.000 Menschen getötet.

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