Erster Fall bestätigt

Coronavirus in Bayern: Mann ging trotz Infektion arbeiten

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Die Ansteckung soll bei einem Gast aus China erfolgt sein. Sie sei zu einer Fortbildung bei der Firma Webasto in Oberbayern gewesen.

Das Coronavirus hat nun auch Deutschland erreicht. Bei einem Mann aus dem Landkreis Starnberg bei München - rund 168 Kilometer von Salzburg entfernt - ist eine Infektion mit dem neuartigen Virus bestätigt worden, teilte das bayerische Gesundheitsministerium in der Nacht auf Dienstag mit. In China breitete sich die Krankheit indes weiter rasant aus. Innerhalb eines Tages kamen 1.700 Infektionen hinzu, die Zahl der Toten stieg auf 106.

Video zum Thema: Coronavirus: Pressekonferenz in Bayern

Der erste bestätigte Coronavirus-Patient in Deutschland hat sich bei einem chinesischen Gast seiner Firma angesteckt. Die Frau aus China sei zu einer Fortbildung bei der Firma Webasto im Landkreis Starnberg in Oberbayern gewesen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Kreisen der Gesundheitsbehörden.  Die Chinesin und der deutsche Mitarbeiter hätten im Rahmen der Schulung in einer kleinen Gruppe zusammengearbeitet.
Allerdings dürfte der Mann zunächst nicht bemerkt haben, dass er sich infiziert hatte und ging ganz normal weiter arbeiten. Erst am Wochenende als er sich "grippig" fühlte, ließ er sich untersuchen. Die Ansteckung habe "in einem Intervall, in dem die Chinesin noch symptomfrei war" stattgefunden, sagte der Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf.

Video zum Thema: Coronavirus: Erster Fall in Bayern bestätigt


Der Patient in Bayern befand sich indes klinisch in einem guten Zustand. "Er wird medizinisch überwacht und ist isoliert", sagte ein Ministeriumssprecher. Menschen, die engen Kontakt mit dem Patienten hatten, würden ausführlich aufgeklärt und über mögliche Symptome, Hygienemaßnahmen und Übertragungswege informiert.

Der Ministeriumssprecher betonte: "Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, wird von der "Task Force Infektiologie" des LGL und vom Robert-Koch-Institut (RKI) derzeit als gering erachtet."

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