Costa Concordia

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Costa Concordia: Kosten der Bergung explodieren

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Kapitän Schettino verfolgte in seiner Wohnung Aufrichtung des Schiffes.

Um 4 Uhr früh war es soweit: "Das Schiff ist wieder in einer aufrechten Position", sagte der Leiter des italienischen Zivilschutzes, Franco Gabrielli. 19 Stunden lang war die Costa Concordia mit Stahlseilen aufgerichtet worden. Die veranschlagten Kosten für die Bergung und die Zerlegung des vor der toskanischen Insel Giglio havarierten Schiffes werden aber weiter steigen. Die Aufrichtung des Wracks habe bisher 600 Millionen Euro gekostet, die Gesamtausgaben werden in den nächsten Monaten weiterhin wachsen, betonte Michael Thamm, Geschäftsführer der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere, Betreiberin des havarierten Schiffes.

Costa Concordia aufgerichtet



Wetter birgt Gefahren

Nach der Bergung des Wracks habe die Stabilisierung des Schiffes höchste Priorität, berichtete Zivilschutzchef Franco Gabrielli. Die Wetterlage stelle eine Gefahr für das Schiff dar. "Der Bergungseinsatz wird für uns erst zu Ende sein, wenn das Schiff die Insel Giglio verlassen wird", betonte Gabrielli. Wichtig sei vor allem der Schutz der Umwelt. Bisher seien keine giftigen Substanzen vom Wrack ins Wasser gelangt, versicherte Gabrielli.



Suche nach letzten beiden Opfern
Nach der Aufrichtung soll die Suche nach den Überresten der beiden letzten Vermissten beginnen. Eine Tauchereinheit, die sich auf die Suche nach einer italienischen Passagierin und einem indischen Crewmitglied machen soll, sei bereits gebildet worden, berichtete der Zivilschutzchef.

Alle Fotos: So läuft die Bergung



Schettino sah zu
Der Kapitän der "Costa Concordia", Francesco Schettino, verfolgte in seiner Wohnung in Meta di Sorrento die Bergungsaktion des Schiffes. Auf Fragen von Journalisten wollte er nicht antworten. Am kommenden Montag wird das Verfahren gegen Schettino wieder aufgenommen, bei dem ihm wegen des Todes von 32 Menschen bei der Havarie der "Costa Concordia" bis zu 20 Jahren Haft drohen. Wegen der Havarie waren im Juli gegen einen Reedereivertreter und vier Besatzungsmitglieder Haftstrafen zwischen 18 und 34 Monaten, unter anderem wegen fahrlässiger Tötung, verhängt worden.

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