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Zweite, unterirdische Stadt

Das ist die geheimnisvolle Unterwelt Wiens

Direkt unter Wien liegt eine zweite, unterirdische Stadt.

Unter Wien liegt noch eine zweite Stadt, eine verborgene. Die Rede ist nicht nur von Rohren und Kanälen, sondern von Bunkern, Kellern und Tunnel. Was du so noch nicht über die Wiener Unterwelt wusstest:

Geheime U-Bahn-Tunnel
Abseits der befahrenen Strecken gibt es noch jede Menge andere Tunnel. Viele davon sind für Wartungsarbeiten oder versorgen das Schienennetz mit Strom. Einer der Tunnel führt von der Rossauer Lände zum Stephansplatz, genannt Gleis 0. Streng geheim ist jene U-Bahn-Trasse, die im Fall einer Krise die Bundesregierung zu einem Bunker bringen soll. Der Tunnel soll von der U3-Station Volkstheater bis genau unter die Stiftskaserne führen. Die Existenz dieser Verbindung wurde aber niemals bestätigt.

© Wiener Linien

Regierungsbunker
Eben jener Regierungsbunker war bis vor Kurzem der Öffentlichkeit nicht bekannt. Erst 2010 durfte ein Reporterteam dort Fotos machen. Neben Schlaf- und Arbeitsmöglichkeiten für den Bundeskanzler und die Regierung ist auch ein TV-Studio hier aufgebaut. Der Bunker, der im Keller des Flakturms liegt, steht auf einem acht Meter dicken Fundament, die Wände sind etwa drei Meter dick. Der Bunker ist rund um die Uhr einsatzbereit.

Unterirdische Friedhöfe
Ein Friedhof, direkt in der Wiener Innenstadt? Den gibt es, allerdings unterirdisch. Denn unter der Michaelerkirche liegt eine Gruft. Hier wurden bis ins 18 Jahrhundert wohlhabende Wiener bestattet. Die Gruft ist heute noch zugänglich, riesengroße Knochentürme lassen nur vermuten, wie viele Menschen hier ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Das Wiener Kanalnetz ist rund 2.400 Kilometer lang. Das entspricht etwa der Entfernung von Wien nach Kasachstan. Ab der Errichtung um 1900 war die Kanalisation ständig bewohnt. Sie wurde zur Zuflucht für Obdachlose. Einige der Räume hatten sogar eigene Namen, etwa "Zwingburg".  Man kann den gesamten ersten Bezirk unterirdisch durchqueren – indem man nur das Abwassersystem begeht.

© Wikipedia

Verstecktes Kinderzimmer
Tief in den Eingeweiden der U-Bahn-Tunnel hat eine Künstlergruppe ein Kinderzimmer eingerichtet und versteckt. Es wurde von außen versiegelt und sollte demonstrieren, dass man unbemerkt in der Unterwelt leben kann. Bisher wurde es nicht gefunden.

Keller
Zur Zeit der Türkenbelagerung war der gesamte erste Bezirk vollständig unterkellert. Die Nazis haben diese Kelleranlagen - von denen man problemlos in die Katakomben des Stephansdoms gelangte - zu Bunkern umgebaut. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele dieser Anlagen zugeschüttet. Trotzdem ist es immer noch möglich, Verbindungsgänge zu finden. Einer der bekanntesten geht vom Tiefkeller eines ehemaligen Stadtlokals mehrere hundert Meter bis zum Schwedenplatz. Wo genau diese Gänge und Keller liegen, ist nirgendwo dokumentiert.

Der größte bekannte Keller liegt unweit des Rathauses in der Lenaugasse. 2500 Quadratmeter auf drei Ebenen dienten einst der Lagerung von Lebensmittel.

© Geheimprojekte / Josef B.

Unterirdisches Spital
Nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für Spitäler wurden Bunker eingerichtet. Im Krankenhaus Lainz wurde im Zweiten Weltkrieg ein Operationsbunker errichtet. Dort befanden sich Operationssäle mit allen dazu gehörenden Einrichtungen. Mit mehreren Tunneln war der Bunker mit anderen Teilen des Spitals verbunden.

Video: So geheimnisvoll ist die Unterwelt von Wien!

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