Deutsch-österreichische KFOR-Kontingent

Intervention ab September

Deutsch-österreichische KFOR-Kontingent

Die Situation im Kosovo wird als "fragil" eingeschätzt.

Die NATO hat nach Informationen von "Spiegel Online" erneut den Einsatz einer deutsch-österreichischen Eingreiftruppe im Kosovo angefordert. Das Einsatzführungskommando der deutschem Bundeswehr habe am Mittwoch ausgewählte Abgeordnete des Bundestages darüber unterrichtet, dass die rund 700 Mann starke Einheit ab Anfang Oktober eine italienische Eingreiftruppe ablösen soll.

In der früheren serbischen Provinz gibt es erhebliche Spannungen zwischen der serbischen Minderheit im Nordkosovo und der albanisch beherrschten Regierung. In den Konflikt ist die NATO-geführte internationale Schutztruppe KFOR verwickelt.

Dem Bericht zufolge müssen die deutschen und österreichischen Soldaten des sogenannten operativen Reservebataillons (ORF) bereits zum dritten Mal in diesem Jahr in Richtung Kosovo ausrücken. Man wolle "die erfolgreiche Fortsetzung der Operationen und eine weitere Stabilisierung und Verbesserung der Sicherheitslage im Nordkosovo bestmöglich unterstützen", hieß es. Die Soldaten würden deswegen bis Ende September verlegt und sollen mindestens bis Ende des Jahres im Einsatz bleiben.

Trotz der Präsenz von rund 5600 KFOR-Soldaten schätzt die NATO demnach die Lage vor allem im Grenzgebiet des Kosovos zu Serbien als "fragil" ein. Nach den Wahlen in Serbien im Frühsommer, aus denen nationalistische Kräfte als Sieger hervorgingen, bestehe in den kommenden Monaten ein "erhebliches Potenzial für eine erneute Lageverschlechterung", so das Einsatzführungskommando. Der KFOR gelang es zuletzt nicht, serbische Straßenblockaden im Nordkosovo zu beseitigen und illegale Grenzübergänge zu schließen.

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