Der konservative Polit-Experte Peter Rough bewertet die State of the Union Rede in der ZiB2.
Viel mit der Realität hatte sie nicht zu tun, die Rede zur Lage der Nation von Donald Trump. 108 Minuten sprach der US-Präsident zur Lage der Nation und beschwor "ein goldenes Zeitalter" und nannte Wirtschaftszahlen, die es so gar nicht gibt. Immerhin, es war die längste Rede der Geschichte des US-Kongresses.
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Peter Rough war deshalb bei Margit Laufer zu Gast in der ZiB2. Der Konservative Rough - er leitet das Center on Europe and Eurasia am Hudson Institute - stammt aus Indiana, da aber seine Mutter Tirolerin ist, spricht er gut Deutsch. Rough war einst Trumps Mitarbeiter - die Rede bewertete er mittelmäßig. Es sei keine überraschende Rede gewesen. "Es war nicht sehr viel Neues zu hören." Die Rede sei aber "ziemlich diszipliniert gewesen".
Trump, ein dominanter Cheerleader
Das Hauptthema sei die Wirtschaft, diese Rede sei der Startschuss für den Wahlkampf gewesen. "Trump muss sein Narrativ aufrechterhalten. Trump weiß genau, warum Biden damals die Wahl verloren hatte, deshalb versucht er, seine Verdienste zu rühmen."
Warum die Unwahrheiten? "Trump ist ein Cheerleader der Politik. Es geht ihm nicht um Konsistenz wie anderen Politikern. Wichtig für ihn ist die Dominanz."
Und die Außenpolitik? Trump erwähnt nur einmal kurz den Iran. Experte Rough rechnet "zu 80 %, dass es in absehbarer Zeit zu einem Militärschlag gegen den Iran geben wird." Wann, wollte Rough nicht voraussagen - zuerst müsse es wohl einmal zu direkten Verhandlungen mit Teheran kommen.