Donald Trump sprach in seiner Rede zur Lage der Nation über den Konflikt mit dem Iran.
US-Präsident Donald Trump hat seine rigorose Migrationspolitik und das Verhängen von Zöllen gegen Handelspartner verteidigt. "Die erste Pflicht der amerikanischen Regierung ist es, amerikanische Bürger zu schützen" - und nicht Ausländer, die sich illegal in den USA aufhielten, sagte Trump in seiner Rede zur Lage der Nation vor beiden Parlamentskammern.
Der 79-Jährige hielt im Kapitol in Washington mit fast zwei Stunden die bisher längste derartige Rede eines US-Präsidenten. Wie üblich - noch dazu in einem Wahljahr - sparte der Präsident dabei nicht an Selbstlob und pries die Politik seiner Regierung nach einem Jahr im Amt an. Die Außenpolitik spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle. Der Ukraine-Krieg etwa kam nur ganz am Rande vor.
"Sie wollen einen Deal machen"
Mit Spannung war erwartet worden, ob sich Trump auch zu internationalen Konflikten äußern würde - vor allem zum Iran, zumal die USA ihre Militärpräsenz in der Region zuletzt massiv erhöht haben. In der Sache sagte Trump jedoch kaum etwas Neues. Er bekräftigte mit Blick auf die Führung in Teheran: "Ich werde niemals zulassen, dass der weltweit größte Förderer des Terrors, der sie bei weitem sind, eine Atomwaffe besitzt. Das kann ich nicht zulassen". Zu den diplomatischen Bemühungen in dem Konflikt sagte er: "Wir befinden uns in Verhandlungen mit ihnen. Sie wollen einen Deal machen."
Allerdings habe er noch keine Zusage der iranischen Regierung erhalten, auf Atomwaffen zu verzichten, sagte Trump. Der Iran beteuert seit Jahren, dass sein Atomprogramm nur zivilen Zwecken dient. Das Land will aber nicht auf die Anreicherung von Uran verzichten, weswegen westliche Länder skeptisch sind. Für den Bau von Atombomben wird hoch angereicherter Uran benötigt.