Sechs Verletzte

Kuba: Vier Insassen eines US-Boots bei Schusswechsel getötet

Bei einem Schusswechsel zwischen kubanischen Grenztruppen und der Besatzung eines in den USA registrierten Schnellboots sind nach Angaben Kubas vier Menschen auf dem Boot getötet worden. 

Sechs weitere Menschen seien verletzt und medizinisch versorgt worden, teilte Kubas Botschaft in den USA unter Berufung auf das Innenministerium mit.

Alle vier Todesopfer sowie sechs der Verletzten befanden sich den Angaben zufolge an Bord des Schnellboots. Auf kubanischer Seite sei der Kommandant eines Patrouillenboots verwundet worden. Die verletzten Angreifer würden medizinisch versorgt.

Grenztruppen hatten das Boot demnach am Mittwochfrüh (Ortszeit) in kubanischen Territorialgewässern entdeckt. Das Schnellboot habe sich bis auf etwa eine Seemeile vor der Nordküste Kubas in der Provinz Villa Clara genähert. Als eine Einheit der Grenztruppen zur Identifizierung herangefahren sei, habe die Besatzung des Schnellboots das Feuer eröffnet.

Kubas Regierung: Schutz der eigenen Hoheitsgewässer

"Kuba bekräftigt seinen Willen, die Territorialgewässer zu schützen, wobei die nationale Verteidigung eine grundlegende Säule für den kubanischen Staat zum Schutz seiner Souveränität und der Stabilität in der Region ist", teile die kubanische Präsidentschaft auf X mit.

Die Beziehungen zwischen den USA und Kuba sind seit der Revolution von 1959 unter Fidel Castro angespannt. Zuletzt hat Washington den Druck auf Havanna unter anderem mit einer Ölblockade erhöht, was die schwere Energie- und Wirtschaftskrise in dem Karibikstaat verschärfte. Zudem nahmen US-Streitkräfte am 3. Jänner den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro in Caracas fest und entmachteten damit einen der wichtigsten Verbündeten Kubas.

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