Wetter-Chaos

Wintersturm "Elli" sorgt für Probleme in Deutschland

Die Wintersturmfront "Elli", die in Frankreich "Goretti" genannt wird, ist in der Nacht auf Freitag auf Deutschland getroffen und sorgt für schwierige Bedingungen.  

Es galten laut Deutschem Wetterdienst (DWD) Unwetterwarnungen wegen Schneeverwehungen in Norddeutschland, wegen Schneefällen in der Mitte und im Südosten des Landes sowie wegen Glatteises in Bayern. In Frankreich kam es zu großflächigen Stromausfällen, und Großbritannien wappnet sich für viel Schnee.

Die Deutsche Bahn (DB) stellte den Fernverkehr in Norddeutschland vorübergehend ein. Aufgrund der Witterungsbedingungen sei der Schienenverkehr im Großraum Hannover "bis mindestens heute Mittag" unterbrochen. Damit sei eines der bundesweit wichtigsten Drehkreuze betroffen "und der Fernverkehr im Norden Deutschlands nicht mehr möglich".

Aufgrund der Warnungen vor massiven Schneefällen und -verwehungen fiel der Präsenzunterricht an Schulen in Hamburg, Niedersachsen, Bremen und weiten Teilen Schleswig-Holsteins aus. In anderen Ländern wie Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg war die Präsenzpflicht aufgehoben. Schüler dürfen dort witterungsbedingt entschuldigt fehlen.

Wintersturm "Goretti" in Frankreich

Wegen des schweren Wintersturms "Goretti" waren in Frankreich Freitagfrüh hunderttausende Haushalte ohne Strom. Wie der französische Versorger Enedis mitteilte, fiel in rund 380.000 Haushalten der Strom aus, vor allem in der Normandie. Auch Bewohner der Bretagne, der Picardie nördlich von Paris und der Region Île-de-France waren betroffen.

Goretti
© AFP

Der französische Wetterdienst warnte vor heftigen Sturmböen, insbesondere im Département Manche an der Küste des Ärmelkanals, wo die höchste Unwetterwarnstufe ausgerufen wurde. In der Nacht wurden in dem Département Sturmböen von 213 Stundenkilometern gemessen. Die Präfektur rief die Menschen auf, zu Hause zu bleiben und nicht mit dem Auto zu fahren. In der Region kam es auch zu Einschränkungen im Bahnverkehr.

Auch Großbritannien muss sich wappnen

Auch in Großbritannien hatte der Wetterdienst Met Office am Donnerstag vor starkem Wind und heftigen Schneefällen gewarnt und gab für mehrere Regionen Unwetterwarnungen heraus. Vor allem in Wales und den englischen Midlands ist demnach mit erheblichem Schneefall zu rechnen.

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