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Die ersten Gesichter des Terrors

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Drei Brüder: Einer ist tot, einer in Haft und der andere auf der Flucht.

Acht Attentäter starben in Paris: Sieben sprengten sich selbst in die Luft, einer wurde von der ­Polizei erschossen. Kern der Terrorzelle waren drei Brüder: Sie hatten französische Pässe, lebten in Belgien. Einer sei bei den Terrorserie ums Leben gekommen, der zweite wurde bei einer Razzia verhaftet. Er sitzt in Brüssel, wird verhört.

Beim dritten Bruder ist noch nicht klar, ob er einer der Suizid-Attentäter war oder noch auf der Flucht ist. Fest steht inzwischen:

  • Die Täter sind aus Brüssel zum Töten angereist.
  • Sie verwendeten zumindest zwei in Belgien zugelassene Mietwagen.
  • Nach einem Attentäter wird weltweit via Twitter mit Foto gefahndet.

Sein Name: Abdeslam Salah. Er ist 26 Jahre alt, wurde in Brüssel geboren, ist 175 Zentimeter groß, hat braune Augen. Die Polizei warnt: „Er ist gefährlich, bewaffnet.“ Sein Bruder Ibrahim hatte eines der Autos der Terroristen gemietet.


Killer
Immer klarer wird auch, dass die Anschläge von Brüssel aus geplant wurden: Auch Omar Ismaïl Mostefaï (29) lebte zuletzt in Belgien. Er mordete im Konzertsaal Bata­clan (89 Tote). Mostefaï ist Franzose, 1985 in Courcouronnes südlich von Paris geboren, Sohn algerischer Einwanderer. Bis 2012 wohnte er in Chartres La Madeleine, hat vier Brüder, zwei Schwestern. Sein Vater, seine Brüder und vier Verwandte wurden verhaftet.

Syrien-Heimkehrer
Mostefaï war ein Kleinkrimineller: Drogenhandel, 8 Vorstrafen. Seit 2010 ist er im Visier der Fahnder. Trotz Überwachung konnte er sich 2013 via Türkei nach Syrien absetzen. Dort hat er einen in Belgien lebenden Marokkaner getroffen: Bilal Hadfi. Mit dessen schwarzem Polo fuhren er und zwei weitere Killer nach Paris.

Fälschung
Beim Stade de France wurde neben der Leiche eines Bombers auch ein gefälschter syrischer Reisepass entdeckt: Er lautet auf den Namen Ahmad al Mohammad. Mit diesem Pass ist der Mann am 3. Oktober über Griechenland als Flüchtling nach Europa eingereist (siehe Kasten rechts).
Gefunden wurde auch ein schwarzer Seat, mit dem jene Killer unterwegs waren, die vor mehreren Cafés und Restaurants wahllos Menschen erschossen. Das Auto war östlich von Paris geparkt. Auf der Rückbank lagen drei Kalaschnikows. Auch dieser Wagen war in Belgien angemietet worden. Im Brüsseler Migranten-Stadtteil Molenbeek nahm die Polizei inzwischen sieben Männer fest. Wie viele Attentäter insgesamt an Terrorserie beteiligt waren und nun auf der Flucht sind, ist völlig offen.Karl Wendl

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