Polen

Drei Männer stahlen zwölf Leichen

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Schuldspruch wegen Autodiebstahl und Einbruch.

Sieben Monate nach dem spektakulären Diebstahl von zwölf Leichen in Brandenburg sind die Täter zu mehrjähriger Haft verurteilt worden. Das Gericht im westpolnischen Posen sprach die drei Männer am Montag schuldig - allerdings nicht wegen der Störung der Totenruhe, sondern wegen Autodiebstahls und Einbruchs. Die drei Männer, die einen Leichentransporter entwendet hatten, müssen für zwei bis vier Jahre ins Gefängnis.

Außerdem wurde jeder der Angeklagten zu einer Geldstrafe in Höhe von 16.000 Zloty (etwa 4.000 Euro) als Entschädigung an das Diebstahlopfer verurteilt. Die drei Männer müssen innerhalb von einer Woche angeben, ob sie das Urteil annehmen.

Transporter mit zwölf Särgen gestohlen
In dem Verfahren hatte das Trio stets bestritten, im Oktober vergangenen Jahres in Hoppegarten bei Berlin einen Transporter mit zwölf Särgen gestohlen zu haben. Sie seien nur für die Überführung von Fahrzeugen angeheuert worden und hätten nicht gewusst, dass es gestohlene Wagen waren. Mehr als eine Woche nach dem Diebstahl hatten polnische Ermittler die Särge mit den Toten in einem Waldstück nahe Posen gefunden.

Der spektakuläre Diebstahl der Särge, die eigentlich in ein Meißener Krematorium gebracht werden sollten, hatte einen grenzüberschreitenden Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Erst nach mehr als einer Woche hatte das Bangen der Angehörigen der Toten ein Ende. Die polnische Polizei fand die Särge in einem Waldgebiet bei Krolikow nahe Posen.

Fahndung nach mutmaßlichen Anführer

Nach dem mutmaßlichen Anführer der Diebesbande wird noch mit internationalem Haftbefehl gefahndet. Ein geständiger Mittäter war bereits vor mehreren Monaten zu einer elfmonatigen Haftstrafe verurteilt worden.

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