"Mehrfachdiskriminierung"
Fitnessstudio verwehrt Muslima im Rollstuhl den Eintritt
Die 21-jährige Fatima aus Düsseldorf trainierte bereits seit zwei Jahren im FitnessLOFT. Da sie im Rollstuhl sitzt, durfte sie dort ein spezielles Trainingsfahrrad und einen Duschstuhl platzieren. Doch nun wurde das Fitness-Studio in der Bonner Straße neu übernommen. Wie die Schwester der Betroffenen auf Facebook mitteilte, darf die 21-Jährige seitdem nicht mehr trainieren.
Facebook-Posting bewegt das Netz
"Fatima ist auch praktizierende Muslima und trägt ein Kopftuch. Der neue Besitzer des Fitnessstudios hat beschlossen, dass Frauen mit Kopftuch nicht trainieren dürfen. Als wäre das nicht schlimm genug, ist ihr spezielles Trainingsfahrrad und ihr Duschstuhl, welche nach vorheriger Absprache im Fitnessstudio platziert werden durfte, abhanden gekommen."
"Es reicht, es reicht UNS einfach! Hier handelt es sich um einen Fall von Mehrfachdiskriminierung - einer erkenntlich muslimischen, jungen Frau mit Behinderung den Zutritt zu verwehren ist einfach nur pervers. Ich finde keine anderen Worte mehr", klagt die junge Frau. Im Netz schlägt das Facebook-Posting nun hohe Wellen.
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Reaktion des Fitnessstudios
Wenige Stunden später reagierte der neue Besitzer des Fitnessstudios auf Facebook. "Zunächst wollen wir klarstellen, dass der von einigen Kommentierenden genannte 'mediale Druck' keinen Einfluss auf unsere Vorgehensweise im Umgang mit Beschwerden hat", stellte das Unternehmen klar.
Es handle sich bei dem Entschluss nicht um ein diskriminierendes Verhalten, denn es gehe dabei um die Sicherheit: "In den AGBs weisen wir aufgrund entsprechender Vorfälle darauf hin, dass zur Vorbeugung von Unfällen und zum Erhalt der körperlichen Unversehrtheit das Tragen von Schmuck und Kopfbedeckungen nicht erlaubt ist."
Eine neue Mitarbeiterin habe schlicht nichts von der stillschweigend-gegebenen Ausnahmeregel für Fatima gewusst. "Wir sind dabei, eine Darstellung des Gesprächs von unserem Mitarbeiter einzuholen. Unabhängig davon bedauern wir, dass es überhaupt zu der Diskussion über das Tragen des Kopftuchs kam."
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