Flüchtlinge: Sonderzüge fahren noch

Keine Einstellung

Flüchtlinge: Sonderzüge fahren noch

Deutsches Innenministerium: Es laufen aber Gespräche über Stopp.

Das deutsche Innenministerium hat Berichte aus Österreich zurückgewiesen, wonach die deutschen Sonderzüge für Flüchtlinge aus Salzburg gestoppt werden sollen. Bisher gebe es keinen solchen Plan, sagte ein Sprecher des Ministeriums in Berlin am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Derzeit liefen aber entsprechende Gespräche.

Die Berliner Senatsverwaltung teilte mit, dass am Montagvormittag (11.00 Uhr) ein Sonderzug aus Salzburg mit 450 Menschen in der Hauptstadt erwartet werde.

Die Stadt Salzburg hatte mitgeteilt, dass ab Montag keine Sonderzüge mehr von dort nach Deutschland fahren sollen. Der Bürgermeister Heinz Schaden äußerte sich besorgt: "Rotes Kreuz und Caritas sprechen schon von einer sich ankündigenden humanitären und sanitären Katastrophe an der Grenze nach Freilassing", wurde Schaden in der Mitteilung zitiert. "Diese droht uns auch am Bahnhof, wenn weitere Züge aus Wien, Graz oder Villach kommen."

Seit Wochen kommen Tausende Flüchtlinge über die deutsch-österreichische Grenze im Osten Bayerns an. Sie waren zuvor über die sogenannte Balkanroute - großteils via Ungarn - nach Österreich gekommen. Wegen der von Deutschland wieder eingeführten Grenzkontrollen zu Österreich ist der reguläre Zugverkehr auf der Strecke Salzburg-München seit dem 17. September unterbrochen. Seitdem wurden Flüchtlinge in Sonderzügen der Deutschen Bahn (DB) nach Deutschland gebracht.



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