marine le pen

1. Wahl nach Terror von Paris

Frankreich: 
Ist Le Pen 
zu stoppen?

Frankreich versucht, den Durchmarsch des Front National in der Stichwahl zu bremsen.

Der Kampf um jede Stimme hat bereits in den Nachstunden quer durch Frankreich begonnen. Nachdem der extrem rechte Front National am Sonntag im ersten Durchgang der Regionalwahlen einen Siegeszug hingelegt hat, versuchen vor allem Frankreichs Sozialisten „ein Bollwerk gegen rechts“ zu sein.

Kommenden Sonntag wird schließlich im zweiten Durchgang entschieden, ob Marine Le Pen tatsächlich weite Teile Frankreichs in ihren Farben einfärben kann und die bisherige Zweiparteienlandschaft – Sozialisten und Konservative – der Grande Nation endgültig beendet.

Am Sonntag erreichte der Front jedenfalls landesweit rund 28 Prozent der Stimmen – vor den Konservativen von Nicolas Sarkozy (27 Prozent) und den Sozialisten von François Hollande (23 Prozent).

Sarkozy will trotzdem kein Bündnis mit Sozialisten

Im Unterschied zu Frankreichs Präsident Hollande, der seinen Wählern für die Stichwahl empfiehlt, lieber die Konservativen als die „Rechtsextremen“ zu wählen, verweigert Sarkozy ein Bündnis mit den Roten: „Weder unterstützen wir die einen, noch die anderen“, sagt der Ex-Präsident. Zugleich warnt aber selbst Sarkozy vor der „demokratischen Gefahr der Rechtsextremen“.

Die Medien in Frankreich stehen hingegen geschlossen gegen Le Pens Partei: Nach den Terror-Attentaten setzen sie auf erfahrene Polit-Bewegungen statt „Agitatoren“. Und so appelliert selbst die Sarkozy nahestehende Zeitung Le Figaro, nicht den Front zu wählen.

I. Daniel

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