Freund:
 "Snowden fürchtet Rache der CIA"

Aufdecker sitzt in Moskau fest

Freund:
 "Snowden fürchtet Rache der CIA"

"Ein Albtraum für die USA": Bei Mord werden Dossiers an Medien weitergeleitet.

Super-Spion Edward Snowden sitzt weiter im Moskauer Flughafen Scheremetjewo. Russland wird ihn nicht an die USA ausliefern, hat ihm temporäres Asyl in Aussicht gestellt. Nun meldete sich in Rio de Janeiro Glenn Greenwald zu Wort, Snowdens engster Freund.

In einem Interview mit der argentinischen Zeitung „La Nacion“ sagte der Journalist: „Zu seinem Schutz hat Snowden weiteres Material an verschiedenen Orten deponiert. Das ist seine Lebensversicherung.“

Reporter: „Stehe ständig in Kontakt mit Snowden“
Drohung. Snowden könne der Regierung in Washington „in einer einzigen Minute“ mehr Schaden zufügen als jede Person zuvor. „Die US-Regierung sollte sich jeden Tag hinknien und flehen, dass Snowden nichts passiert, denn wenn ihm irgendwas zustößt, würden alle Informationen enthüllt“, drohte Greenwald. „diese könnten ihr schlimmster Albtraum werden.“

Diashow: Snowden zeigt sich in der Öffentlichkeit

Snowden zeigt sich in der Öffentlichkeit

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    Greenwald hat im britischen „Guardian“ als Erster die Spionagedokumente des Ex-US-Geheimdienstmitarbeiters veröffentlicht. Er steht auch jetzt noch im Kontakt mit dem Computerspezialisten, der seit 23. Juni im Transitbereich des Moskauer Airports sitzt. Vergangenen Freitag traf Snowden mehrere Vertreter von russischen Menschenrechtsorganisationen. Darunter auch Sergej Nikitin, Chef von Amnesty International Moskau. Nach dem Meeting sagte Nikitin zu ÖSTERREICH: „Snowden will nur vorübergehend in Russland bleiben. Sein Ziel ist Südamerika.“

    Die US-Regierung warnte Moskau inzwischen eindringlich davor, Snowden Asyl zu gewähren. Ein solcher Schritt würde die Beziehungen zwischen Moskau und Washington nachhaltig gefährden.
     

    Aufdecker-Journalist: "Dokumente liegen in Safes"

    Frage: Haben Sie Angst, Ihr Freund Ed Snowden könnte getötet werden?
    Glenn Greenwald: Ed fürchtet die Rache der Amerikaner. Es wäre aber kein Vorteil für sie, würden sie ihn töten. Tausende Dossiers liegen weltweit verteilt in sicheren Safes, mehrere Personen haben alle Snowden-Dateien. Würde ihm etwas passieren, würden diese Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das ist seine Lebensversicherung.“

    Frage: Was beinhalten diese Dokumente?
    Greenwald: Er hat genug Informationen, könnte der US-Regierung in einer einzigen Minute mehr Schaden zufügen als jede Person zuvor. Washington sollte sich jeden Tag hinknien und flehen, dass Snowden nichts passiert. Sollte ihm etwas zustoßen, werden alle Informationen enthüllt. Diese könnten ihr schlimmster Albtraum werden. Ed hat aber nicht die Absicht, den USA zu schaden.

    Frage: Jetzt gibt ihm Russland Sicherheitsgarantien...
    Greenwald: Nicht viele Länder hatten die Bereitschaft, den USA zu trotzen. Das Wichtigste ist, dass er nicht in US-Hände fällt. Er würde sofort verhaftet und bis ans Ende seiner Tage ins Gefängnis gesteckt werden

     

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