Frühere Manson-Anhängerin könnte aus Haft entlassen werden

Manson Family

Frühere Manson-Anhängerin könnte aus Haft entlassen werden

Bewährungskommission hat erneut Begnadigung von Leslie von Houten befürwortet 

Fast 50 Jahre nach einer Mordserie in Los Angeles könnte eine frühere Anhängerin des Sektenführers Charles Manson aus der Haft entlassen werden.

Eine Bewährungskommission in Kalifornien habe am Mittwoch die Freilassung der 69-jährigen Leslie Van Houten empfohlen, berichteten US-Medien. Seit 2016 hat sich das Komitee damit zum dritten Mal für ihre Haftentlassung ausgesprochen. Zwei Mal hatte der damalige kalifornische Gouverneur Jerry Brown diesen Schritt blockiert.

Nun muss Browns Nachfolger Gavin Newsom nach einer mehrmonatigen Prüfung des Antrags eine Entscheidung treffen, wie die "Los Angeles Times" berichtete. Die besondere Schwere des Verbrechens allein könne Grundlage für eine Ablehnung sein, hatte Brown im vorigen Jahr in seiner Begründung geschrieben.

Van Houten wird von ihren Anwälten als vorbildliche Insassin beschrieben, die Mitgefangenen helfe. Sie hat wiederholt ihre Schuld an den Verbrechen eingeräumt und die Taten bedauert. Manson war im November 2017 im Alter von 83 Jahren im Gefängnis gestorben. Die Mordserie liegt fast genau ein halbes Jahrhundert zurück.

Die Gruppe "Manson Family" hatte im August 1969 im Auftrag des Kultführers insgesamt sieben Menschen ermordet. Die spektakulärste Tat war die Tötung der hochschwangeren Schauspielerin und Ehefrau des Regisseurs Roman Polanski, Sharon Tate. Daran war die damals 19-jährige Van Houten nicht beteiligt, wohl aber an der Ermordung des Geschäftsmanns Leno LaBianca und von dessen Ehefrau Rosemary.

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